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Bürgerschaftswahl in Hamburg: Mögliche Verwechslung in Langenhorn stellt FDP-Ergebnis infrage

Wahl in Hamburg : Mögliche Verwechslung kann FDP-Ergebnis infrage stellen

Wurden in einem Wahllokal in Hamburg-Langenhorn Stimmen für Grüne und Liberale vertauscht? Der Landeswahlleiter will den Verdacht auf eine Verwechslung prüfen. Die FDP könnte dann doch noch an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Für die Hamburger FDP könnte die Zitterpartie vom Abend noch mehrere weitere Stunden andauern. Möglicherweise gab es im Wahlbezirk Hamburg-Langenhorn bei der Bürgerschaftswahl eine Verwechslung bei der Zuordnung der gezählten Stimmen. Das würde den knappen Wiedereinzug der FDP in das Stadtparlament infrage stellen.

In einem der Wahllokale kamen die Liberalen nach der vereinfachten Auszählung am Sonntagabend auf 22,4 Prozent, die Grünen hingegen nur auf 5,1 Prozent. Landesweit war das Ergebnis genau umgekehrt ausgefallen. „Auffällig ist das auf jeden Fall“, sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf. „Den Hinweis, dass es eine Auffälligkeit gibt, habe ich auch schon weitergegeben.“

Sollte es eine Verwechslung der Zuordnung gegeben haben, würden auf die FDP 423 Stimmen weniger entfallen als bisher angenommen. Da die Partei insgesamt nach den vorläufigen Zahlen nur um 121 Stimmen über der Fünf-Prozent-Hürde liegt, könnte dies dazu führen, dass sie den Einzug ins Stadtparlament doch noch verpasst. „Das kann durchaus ausschlaggebend sein“, sagte Rudolf. Am Montag werden ohnehin alle Stimmen erneut ausgezählt, so dass ein Irrtum dann auch festgestellt würde. Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der bürgerschaftswahl wird gegen 18.30 Uhr gerechnet.

Nach der Auszählung aller Stimmen hatte das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein am Abend 39 Prozent der Stimmen für die SPD ermittelt, für die Grünen stimmten demnach 24,2 Prozent, auf die CDU entfielen 11,2, auf die Linke 9,1 und auf die AfD 5,3 Prozent der Stimmen.

(juju/dpa)