Michael Wendler: Dschungelcamp wird zum Image-Super-Gau

Sänger gibt beim Dschungelcamp auf : Der Image-Super-GAU des Michael Wendler

Michael Wendler hatte im Dschungelcamp eine Mission. Der Sänger wollte es sich nicht selbst beweisen, auch um das Geld, so betont er, soll es ihm nicht gegangen sein, sondern nur um seinen Ruf. Den wollte er gründlich aufpolieren. Doch das Vorhaben ist gescheitert.

"Ich hab euch echt alle total lieb gewonnen, es waren echt wunderschöne Tage, und einer muss der Erste sein, deswegen: Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!", rief der Sänger seinen zehn Mitstreitern im Dschungelcamp zu.

Schon in diesem Satz stecken zwei Selbsteinschätzungen des Wendlers über den Wendler: Er ist der Erste, und er ist ein Star. Jochen Bendel, der sich tags zuvor noch als Image-Berater des 41-Jährigen versucht hatte, bemühte sich um eine Erklärung. "Der Michi konnte heute Morgen glaube ich gar nicht fassen, warum er nicht mehr im Spiel war", sagte er ob der Wahl zur Dschungelprüfung. "Warum er irgendwie gar keine Rolle mehr gespielt hat beim Voting. Er hätte ja zumindest auf Platz zwei sein müssen nach seiner Zeitrechnung."

War er aber nicht, sondern Melanie Müller. Als Larissa Marolt zur vierten Dschungelprüfung in Folge antreten musste meinte Mola Adebisi, dass sie nun gute Chancen hätte, durch diese Medienpräsenz auch Dschungel-Königin zu werden. Wendler war noch bemüht, diesen Gedanken beiseite zu schieben, indem er argumentierte, dass doch nur derjenige die Sendung gewinnen könne, der keine Angst vor dem Dschungel habe. Mit anderen Worten: Michael Wendler.

Was als Mission "Ich zeige allen, wer ich wirklich bin" startete, endete tatsächlich als "Ich zeige allen, wer ich wirklich bin" — allerdings nicht mit dem erwünschten Ergebnis. Denn RTL zeigte den Wendler nicht in all den guten Gesprächen, die er im Lager gehabt haben will, sondern strahlte vor allem die Lästereien der Kollegen aus. Den "wahren Wendler", den der Sänger präsentieren wollte, gab es nicht.

Selbst Jürgen Drews, der seinen Kollegen gut zu kennen meint, fragte sich,ob "der sie nicht mehr alle hat? Für mich ist das ein Riesenfehler. Er hätte sein Image drehen und uns den neuen Wendler zeigen können." Hat er aber nicht.

Dementsprechend bedient waren auch seine Mitbewohner im Camp. Während Larissa Marolt noch versuchte, den Mann vom Gegenteil zu überzeugen und ihn als Trottel und Vollidiot betitelte, sahen sich die anderen in ihrer Meinung bestätigt.

"Ich meine, er hat eine Konzeption gehabt, bevor er hier hinkam", sagte Winfried Glatzeder, der sich ein bisschen benutzt fühlte. "Er hat es perfekt gemacht als Geschäftsmann."

"Für mich ist das ein ganz falscher Mensch", sagte Melanie Müller — und es war noch das netteste, was sie in den vergangenen Tagen vor mehr als sieben Millionen Zuschauern über ihn zum Besten gab.

"Der Wendler ist einfach nur berechnend, denn das was er getan hat, hat er getan, weil er als Erster raus wollte, und die ganze Pressemeute auf sich haben will", sagte Mola Adebisi und ergänzte abfällig: "Das, was er immer möchte, es muss um mich gehen! Der Wendler kommt raus, der Wendler ist da, alle gehen auf den Wendler zu."

Auch viele Fans sind enttäuscht vom Musiker, taten ihren Unmut auf seiner Facebook-Seite kund. Weitere Prominente schüttelten ob der Aufgabe ebenfalls den Kopf — zumal er es sich im Moment seines Abgangs auch noch mit seinen Mitstreitern verscherzte, als er sagte, dass er nun jeden Abend im Hotel essen werde. "Jeden Abend, wenn ich spachtel, werde ich an euch denken", sagte er — und nicht nur den zehn Kandidaten, auch den Millionen Zuschauern fiel nicht mehr viel ein, was sie nun noch Positives über den Mann sagen sollten.

Moderatorin Sonja Zietlow mühte sich immerhin noch kopfschüttelnd zu einer Aussage, als sie meinte, dass sie es ganz schlecht von ihm fand. "Da war ich fast ein bisschen angewidert", sagte sie. "Ich fand einfach alles von ihm, was ich gesehen habe, nur gespielt. Es war alles nur gespielt."

Ebenso das Statement vor dem Einzug ins Camp, dass er an keiner einzigen Prüfung teilnehmen würde — und dann doch zur ersten Aufgabe antrat. Trotz aller Beteuerungen, dass es ihm so schlecht gehe, er seine Gesundheit und somit seine Auftritte und seine Familie nicht gefährden wolle, scheint der Grund eher der zu sein, dass er gemerkt hat, dass er nicht mehr im Mittelpunkt steht. "Er hat nicht mit Larissa gerechnet", sagte Zietlow.

So wurde die Teilnahme des Wendlers am Dschungelcamp zum Image-Super-GAU.

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(spol)
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