Emmaus-Gemeinschaft Sonsbeck renoviert ihre Räumlichkeiten

Renovierungsarbeiten : Emmaus verpasst sich modernes Antlitz

Seit einigen Tagen wird gerückt und gestrichen, geräumt und geklebt. Die ehrenamtlichen Helfer der Sonsbecker Emmaus-Gemeinschaft renovieren derzeit ihre Räumlichkeiten an der Alpener Straße. Am Mittwoch ist Wiedereröffnung.

Der große Verkaufsraum ist so gut wie leer. Ein paar Regale stehen zusammengerückt in einer Ecke, eine Leiter mitten im Raum. Es riecht nach frischem Farbanstrich.

In den Räumlichkeiten der Sonsbecker Emmaus-Gemeinschaft wird derzeit renoviert. „Nach dem Brand waren andere Arbeiten wichtiger. So haben wir einen kleinen Renovierungsstau“, erklärt Hannelore Kanthak die Aktion. Jetzt sei es an der Zeit gewesen, auch diese Arbeiten anzugehen. „Es wurde gestrichen, wir stellen ein bisschen um und das Regalwand-System in der Kleiderecke ist neu.“ Dadurch schaffe man zusammen mit den Rundständern Platz für ein größeres Kleidungsangebot. Die Schuhabteilung soll ebenfalls eine vergrößerte Stellfläche erhalten. „Alles soll heller und freundlicher werden“, berichtet Kanthak. Wie die meisten Helfer arbeiten auch sie und ihr Mann Hans-Gerd ehrenamtlich für die Gemeinschaft.

Seit der zweiten Januarwoche wird geräumt und gerückt. Es wurde mit Folie abgeklebt, gestrichen und geputzt. Fünf Kompagnons, also Bewohner, leben derzeit an der Alpener Straße 40. Unterstützt werden sie bei diesen wie alltäglichen Arbeiten von den ehrenamtlichen Helfern. Bis zur Wiedereröffnung am kommenden Mittwoch, 23. Januar, ist noch viel zu tun. Farbflecken müssen entfernt, der Verkaufsraum wieder eingerichtet und bestückt werden. Dazu müssen im Vorfeld unzählige Säcke mit Kleidung gesichtet werden. Moderner möchte man sich bei der Emmaus-Gemeinschaft Sonsbeck präsentieren. Das zeigen nicht nur die neuen Visitenkarten, auch der renovierte Verkaufsraum soll das widerspiegeln.

Ist dieses Projekt abgeschlossen, ist ein erstes Etappenziel für 2019 erreicht. Angedacht ist zudem ein separater Antikraum, in dem besondere Stücke zu bestimmten Zeiten angeboten werden. Auch in der Möbelhalle stehen Renovierungs-arbeiten sowie kleinere Veränderungen an. Wen wundert es da, dass weitere Ehrenamtliche gesucht werden, die die vorhandene Truppe unterstützen. „Bei uns kann jeder ‚seine’ Arbeit finden“, sagt Susanne Bormann. Sortierarbeiten machen einen Großteil der anfallenden Aufgaben aus. Aber auch Verkauf, Arbeiten an der Rampe, Kontrolle der elektrischen Geräte oder gärtnerische Tätigkeiten bieten sich als Arbeitsfelder an. „Die meisten ehrenamtlichen Helfer fangen mit einem Tag pro Woche an“, berichten Kanthak und Bormann mit einem Lächeln.

Sie selber verbringen inzwischen teilweise drei bis fünf Tage in der Woche in der Gemeinschaft. „Die Menschen hier und die Emmaus-Bewegung mit ihrem Hilfsangebot an sich“, sagt Susanne Bormann, machen für sie die Arbeit aus. „Als mein Mann in Rente ging, sagte er, er wolle sich ehrenamtlich einbringen, das Leben habe ihm so viel Gutes getan“, erinnert sich Hannelore Kanthak, wie es bei ihr und ihrem Mann begann.

Für beide Frauen ist die Mitarbeit bei Emmaus eine Herzenssache. Jetzt sind sie und all die anderen Helfer aber erst einmal gespannt auf die Rückmeldungen ihrer Kunden zu den frisch überarbeiteten Räumlichkeiten.

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