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Deutliches Minus im Wülfrather Haushaltsjahr 2018

Wülfrath : Deutliches Minus im Wülfrather Haushaltsjahr 2018

Gewerbesteuer-Einnahmen betrugen nur etwa 9,5 Millionen Euro. Kämmerer Ritsche erwartet für 2019 positives Ergebnis.

Bürgermeisterin Claudia Panke und Kämmerer Rainer Ritsche haben gestern den Entwurf des Jahresabschluss 2018 in den Rat gebracht. Dieser weist ein Defizit von etwa 4,1 Millionen Euro aus. Das Defizit liege mit rund 800.000 Euro niedriger als zu erwarten gewesen wäre. Im Wesentlichen ist der Fehlbetrag ein Resultat aus einem Gewerbesteuereinbruch von mehr als 3,5 Millionen Euro, den der Kämmerer bereits vorhergesehen hatte. So wurden im vergangenen Jahr nur etwa 9,5 Millionen Euro Gewerbesteuer erzielt, im Jahr 2017 waren es 13,8 Millionen Euro.

Dass das Haushalts-Defizit dennoch geringer ausfalle als erwartet, begründet Ritsche damit, dass es einen höheren Gemeindeanteil bei der Einkommenssteuer gegeben habe (rund 300.000 Euro) sowie geringere Aufwendungen bei Gebäudeunterhaltung und –bewirtschaftung (rund 500.000 Euro), 150.000 Euro wurden bei Personalkosten eingespart sowie rund 400.000 Euro im Bereich der Jugendhilfe- und Sozialkosten. Geringere Einnahmen als erwartet, rund 550.000 Euro, gibt es allerdings auch beim Rettungsdienst und den Abwasserbeseitungsgebühren.

Für das laufende Jahr geht Kämmerer Ritsche derzeit von einem positiven Jahresabschlussergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich aus. „Wir hatten auch in diesem Jahr bereits wieder eine größere Gewerbesteuererstattung auszuzahlen, mehr als eine Millionen Euro“, berichtet Ritsche. „Wenn uns die regionalisierte Steuerschätzung zugeht, sehen wir klarer bei den voraussichtlichen städtischen Anteilen an Einkommensteuer sowie Umsatzsteuer. Bis dahin bleiben wir vorsichtig.“ Die Haushaltssperre bleibt bis mindestens Ende Juli bestehen.

(isf)