Open-Air-Festival in SchlupkothenI

Wülfrath : Bands begeistern beim Open-Air-Festival

Die Veranstaltung in Schlupkothen war wieder ein Erfolg. Nicht nur junge Leute fanden den Weg in den Ortsteil.

  Endlich wieder ein Open-Air-Konzert in Schlupkothen: Nachdem sich Bernd und Iris Kicinski vor zwei Jahren entschieden hatten, dass es keine Neuauflage des „Schlupkothener Spektakels“ geben soll, fanden die Auftritte verschiedener Bands zum ersten Mal unter dem Namen „Schlupkothener Festival“ statt. „Man kann schon sagen, dass das Festival das Spektakel ersetzt“, sagt Bernd Kicinski, „wir haben Live-Auftritte von Bands an zwei Abenden, aber kein Nachmittags-Programm mehr.“ Die Aufschrift auf den T-Shirts der Helfer müsse natürlich noch geändert werden, fügt er lächelnd hinzu.

„Und endlich haben wir auch mal gutes Wetter“, freut er sich. „Mit den Besucherzahlen am Freitag bin ich sehr zufrieden. Die Mettmanner Ernst und Miro haben den Opener gemacht, sie sind ja in Wülfrath fast schon zuhause und ziehen natürlich Publikum an.“ Zusammen mit Kantor Thomas Gerhold hatte das Gitarrenduo für beste Stimmung vor der großen Freiluftbühne gesorgt. Die Band „Inphonix“ aus Düsseldorf hatte es mit ihren eigenen Stücken da schon ein bisschen schwerer.

Nicht nur vom Herzog-Wilhelm-Markt bekannt ist hingegen die Band „DaCapo“. Ihre Cover-Songs animierten das Publikum zum Mitsingen und Tanzen. Und am Ende gab es sogar Feuereffekte.

„Viele der Bands, die am Wochenende spielen, sind auch schon in der Kathedrale aufgetreten“, erzählt Kicinski von seinen vielfältigen Kontakten. Auch Helfer zu finden, sei kein Problem, im Laufe der Jahre habe sich ein Helfernetz gebildet. „Da brauche ich nur ein bisschen telefonieren.“ Ganz wichtig sei die Hilfe des THW bei der Verkehrsregelung. Das Bier wurde von Mitgliedern der „Kalkstädter“ gezapft, am Grill halfen Mitglieder der „WüRG“.

Am Samstag füllt es sich nur recht langsam auf dem Gelände. Die Wülfratherin Beate Hoffmann ist mit Freundinnen da: „Live-Musik ist immer gut, egal, welche Band. Die Atmosphäre hier ist einfach schön und man kann Bekannte treffen “, zeigt sie sich von der Veranstaltung begeistert.

Zu den rockigen Titeln der Wülfrather Band „Rimshot“ wird aber nur wenig getanzt. „Wir sind extra früh gekommen, um uns Plätze auf den Bänken zu sichern“, sagt Andrea Beato-Burgos. „Wenn wir erstmal ein paar Bier getrunken haben, tanzen wir sicher auch“, meint sie augenzwinkernd. Am Freitag war die Frauentruppe auf der Karibischen Nacht. „Wir verstehen nicht, dass die beiden Veranstaltungen in Wülfrath parallel geplant wurden.“

Die Wuppertaler Cover-Band Riff sorgte ebenfalls für gute Stimmung, bevor als Hauptact die „Barband“ mit einer bunten Mischung bekannter Coversongs  auf der Bühne stand. Die Musiker hätten allerdings ein größeres Publikum verdient. Nicht nur junge, sondern auch viele ältere Leute sind zum Festival gekommen. „Wir kennen die Barband aus der Kathedrale“, erzählt Marion Paschütte. Sie ist schon 69 Jahre alt. „Es ist doch schön hier, wir kommen gerne. Die Live-Musik erinnere sie an ihre Jugend. „Die Beatles und die Rolling-Stones, das war doch toll.“ Ihre Freundin Waltraut Hubert ist schon 81 Jahre, genießt die Veranstaltung aber ebenfalls. Bernd Kicinski kann sich vorstellen, das Festival nochmal zu veranstalten, auch wenn die Organisation viel Arbeit mache. „Wir möchten das eigentlich schon alle zwei Jahre machen.“

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