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RP-Leserforum zur Frage, ob Wesel am Auesee Eintritt nehmen soll

Hintergrund & Fakten : Leserforum: Eintritt am Auesee?

Der Vorschlag des heimischen Bundestagsabgeordneten Bernd Reuther (FDP) für einen Eintritt am Badesee in der Rheinaue sorgt für Debatten in Wesel. Die Meinungen der Leser gehen auseinander.

Soll die Stadt Wesel der Besucherflut mit einem Eintrittsgeld für den Auesee begegnen? Der Weseler Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther hat dies vorgeschlagen. Viele Bürger haben sich daraufhin bei unserer Redaktion gemeldet. Wir dokumentieren einige Zuschriften.

„Ich finde es nur angemessen, ein Eintrittsgeld zu verlangen. Es ist eine wunderschöne Anlage die wirklich gut von der Stadt Wesel gepflegt wird. Was mich aber wundert, ist, dass diese Diskussion jetzt erst aufkommt – bei den geltenden Abstandsregeln.“ Susanne Kleij

„Es muss Eintritt erhoben werden. Das kann nicht sein, dass die Stadt liegen gebliebenen Müll,wegräumen muss.“ Marianne Wingers

„Es ist echt schade, dass es am Aue­see so zugemüllt wird, allerdings muss man auch bedenken, dass viele Rentner, deren Portemonnaie nicht so voll ist, den See nutzen, nur um dort auf einer Bank etwas zu verweilen. Es wäre schön, wenn eine andere Lösung gefunden würde. Wir Rentner sind zu Zeiten von Corona froh, dass wir dort mit dem Fahrrad hinfahren können.“ Rita Ulas

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„Die Frage ist: Werden die Leute weniger Müll produzieren oder ihren eigenen Müll in den bereitstehenden Mülleimer schmeißen, wenn sie Eintritt zahlen müssen? Ich war am Sonntag wieder dort. Seit mehr als acht Jahren war ich nicht mehr da. Wir hatten fünf bis acht Familien dabei, alle aus Bottrop und Essen. Meine Familie kam mit einem Auto. Das heißt, wir zahlten nur zehn Euro zum Parken. Andere Familien kamen mit zwei Autos, waren nicht bereit, 20 Euro zu zahlen. Sie haben kostenlos ein bisschen weiter weg geparkt. Jetzt ist die Frage: Wie viel Eintritt soll verlangt werden? Für drei oder vier Euro kann man auch in einem gepflegten Freibad mit Duschen und sauberem Wasser schwimmen gehen.“ Susan Omairat

„Die Parksituation und Sperrung der Parkplätze in den letzten Tagen ist der Corona-Situation geschuldet, nicht der Überfüllung der Parkplätze. Wer dann ordnungswidrig wild parkt, sollte dies über ein entsprechendes Bußgeld honoriert bekommen. Und nach meinem Eindruck ist die Stadt Wesel da auch fleißig unterwegs. Ob da noch mehr gemacht werden muss, darüber kann man reden. Daraus aber ein grundsätzliches Problem der Bewirtschaftung am Auesee zu machen, ist verfehlt. Auch das mangelnde Sozialverhalten einiger darf nicht dazu führen, dass allen Weseler Bürgern die Nutzung des Auesees erschwert wird. Der Auesee ist an 350 Tagen im Jahr ein ruhiger Ort der Entspannung und Erholung für alle Weseler. Für Badende, Naturfreunde und Sportler. Den freien Zugang durch einen Zaun zu zerstören, würde dies unmöglich machen und die Menschen in die Naturschutzzonen drängen. Eine Abschottung des Sees für 365 Tage im Jahr bei Problemen an einigen wenigen Tagen im Jahr kann nicht die Lösung sein. Dass sich das Sozialverhalten der Minderheit verbessert, wenn dort Eintritt gezahlt werden müsste, dürfte wohl eher auch nicht der Fall sein. Vielmehr hätte man dann ja dafür gezahlt, dass andere den Müll wegräumen.“ Jens Seemann

„Es sollte Eintrittsgeld genommen werden. Überall nimmt man Eintrittsgeld, ob in Xanten oder Büderich. Damit kann man gewisse Dinge bezahlen, denn die die Pflege am See muss auch bezahlt werden Nicht nur das, es fallen immer Kosten an. Der Auesee könnte so viel einspielen, dass man das Areal damit viel attraktiver gestalten kan. Warum kann Xanten das und so eine Stadt wie Wesel bekommt es nicht hin?“ Hartmut Reddmann

Ich denke, dass Auswärtige zumeist mit dem Auto kommen. Und dass diese durch den hohen Parkplatzpreis schon ganz gut zur Kasse gebeten werden. So besteht für die Einheimischen die Möglichkeit, mit dem Rad oder zu Fuß den Auesee kostenlos zu nutzen. Und so wird auch das Badeverbot im Rhein bei dieser Wetterlage einigermaßen unter Kontrolle gehalten. Ebenso sollte man auch an die Familien und Rentner denken, die nicht über so viel Barmittel verfügen. Wären jetzt nicht die Abstandsregeln, wäre das Problem ebenfalls geringer. Sollte allerdings Eintritt erhoben werden, dann sollte man auch über eine bessere Infrastruktur am Ausee nach dem Vorbild von Xanten nachdenken.“ Wilfried Pass

„Die Idee mit dem Eintritt finde ich generell nicht schlecht. Man sollte dann dafür die Parkplatzgebühren aufheben. Beides würde meiner Meinung nach in der Bevölkerung nicht gut ankommen. Dazu kommt es wohl auch noch auf die Höhe an. Wenn dann damit die Betriebskosten gedeckt werden und eventuell auch ein schönes Restaurant entstehen sollte, wäre ich dafür. Man sollte dem Gast eine Veränderung anbieten.“ Sandra Maas

„Da ich gerne zum Auesee fahre mit meiner Familie, würde ich es auch in Kauf nehmen, Eintritt zu zahlen. Leider gibt es immer Menschen die die Regeln brechen und Müll absolut bedenkenlos liegen lassen.“
Andreas Soling aus Oberhausen

(RP)