Wermelskirchen: Saisoneröffnung beim DTV

Saisoneröffnung des DTV : Der Adler soll den DTV beflügeln

Am Sonntag startet die erste Mannschaft des DTV mit einem Heimspiel in die Saison. Ein Programm soll viele Besucher zum Höferhof locken. Der DTV feiert den Abschluss der Baumaßnahmen für den ersten Kunstrasenplatz in der Stadt.

Zur typischen weiß-violetten Farbgebung der Spielertrikots des Dabringhausener Turnvereins (DTV) gehört genauso das Vereinswappen: Auf der Brust der Dawerkuser Kicker prangt ein Adler. Am kommenden Sonntag, 12. August, steigt solch ein Wappentier leibhaftig am Kunstrasen-Sportplatz Höferhof in die Lüfte. Mit dem ersten Spiel und gleichzeitig ersten Heimspiel der ersten DTV-Mannschaft in der startenden Saison feiert der Sportverein den endgültigen Abschluss aller Baumaßnahmen rund um den Kunstrasenplatz am Höferhof. Das Rahmenprogramm soll für ein freudiges Spektakel sorgen und viele Zuschauer anlocken. Mit dabei ist auch die Falknerei Bergisch Land. Sie bringt zwei Adler mit, die imposant, elegant und erhaben über dem Platz ihre Kreise ziehen werden.

„Wir hoffen beim Saisonauftakt auf 300 und mehr Besucher“, blickt Heiko Cürlis, Leiter der DTV-Fußballabteilung, aus. Los geht es um 12 Uhr mit dem Spiel der dritten DTV-Mannschaft gegen SV „Frisch auf“ Jägerhaus-Linde. Zwischen 13.30 und 14.30 Uhr spielen die Grunewalder Musikfreunde. Die Falknerei Bergisch Land zeigt ihre Schau mit zwei Adlern um 14.30 Uhr. Den Einzug der ersten DTV-Mannschaft, die ab 15.15 Uhr (Anstoß) gegen den Lokalrivalen SV 09/35 Wermelskirchen spielt, unterstützen Einlaufkinder aus den Reihen der DTV-Bambini, -E- sowie -F-Jugend-Mannschaften. Dazu gesellen sich das Tanzcorps Rut-Wiess Dabringhausen sowie Grunewald, die quasi als „Cheerleader“ fungieren.

Eigentlich sollte ein solches Rahmenprogramm bereits zum ersten Spiel der Dabringhausener vor einem Jahr auf dem Kunstrasenplatz stattfinden. Da aber damals bis kurz vor „Toresschluss“ nicht fest stand, ob wie geplant tatsächlich auf dem künstlichen Grün gekickt werden kann, war im August 2017 keine vorherige Planung möglich. „Jetzt holen wir das nach, wenn auch in etwas kleinerem Rahmen als vor einem Jahr angedacht“, sagt Heiko Cürlis, der zudem für Sonntag eine Hüpfburg für Kinder sowie die üblichen Kaltgetränke und Gegrilltes verspricht. „Uns fällt nichts mehr ein, was zu machen wäre. Was geplant war, ist fertig“, sagt DTV-Vorsitzender Andreas Gall auf die Frage, ob der Höferhof denn nun am Ziel sei: „Die Baumaßnahmen sind abgeschlossen. Natürlich gibt es aber beim Unterhalt des Platzes immer etwas zu tun.“ Als letzte Maßnahmen zur Fertigstellung installierte der DTV die Ballfangzäune und ließ die Fläche vor dem Vereinsheim „Hütte“ dank des Engagements eines Sponsors pflastern.

Die vergangenen zwölf Monate nach der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes seien anstrengend gewesen, räumen die DTV-Aktiven unisono ein. Vor allem der schleppende Fortgang der Arbeiten an der umlaufenden Tartanlaufbahn habe an den Nerven gezerrt. Mal funktionierte ein Trainingsbetrieb auf dem Kunstrasen, dann wegen der Arbeiten auch wieder nicht. „Da war viel Kommunikation und Koordination erforderlich“, betonen Cürlis und Gall. Und André Zanter, beim DTV für die Sponsorenbetreuung zuständig, ergänzt: „Die Abläufe von Trainings- und Spielbetrieb, Baufirma an der Tartanbahn und die von uns zu erbringenden Eigenleistungen zum endgültigen Abschluss der Baumaßnahmen unter einen Hut zu bringen, war eine höhere Belastung.“

Volker Niemz stand dem DTV als Leiter des städtischen Betriebshofs zur Seite. Er kommentiert rückblickend: „Durch die Verzögerungen beim Bau der Laufbahn – mal ging es voran, mal stand alles still – war der Verein schon arg gebeutelt.“

Inzwischen hat sich der DTV einen leistungsfähigen Laubbläser angeschafft, um die Laufbahn zu reinigen, wie Andreas Gall erzählt: „Mit einem Gerät für den Heimbedarf kommt man am Höferhof nicht weit.“

Es sind die Details, mit denen der durch städtische Zuschüsse zum Unterhalt des Platzes verpflichtete Verein klar kommen muss. „Wir brauchen jetzt dringend einen neuen Traktor zum Abziehen des Kunstrasens“, sagt der DTV-Vorsitzende und erläutert weshalb: „Unser alter Traktor hat keine Hydraulik. Das führt auf dem Kunstrasen dazu, dass die Bürsten zu sehr springen wenn man schneller als Schrittgeschwindigkeit fährt.“ Aber solch eine Anschaffung schlage eben mit rund 15.000 Euro zu Buche.

Durch den Kunstrasen sei ein „Ruck“ durch den Verein gegangen, vor allem natürlich durch die Fußballabteilung, stellt Andreas Gall fest: „Es sind viele motivierte Leute auch abseits vom eigentlichen Sport auf den Plan getreten – da passiert auf ein Mal viel Eigeninitiative.“ Er nennt ein Beispiel: „Da geht ein DTV-Spieler hin und baut an einem Samstag neue Bänke in die Umkleidekabine für die Gastmannschaft ein.“

Andreas Gall, Heiko Cürlis und ihre Mitstreiter sind nach wie vor hoch motiviert: „Das, was wir hier am Höferhof haben, sucht seinesgleichen. Der Blick auf die fertige Anlage ist schon Etwas – den werden wir am Sonntag genießen. Und unsere Mannschaft wird natürlich den SV 09/35 besiegen.“ Die zurückliegenden Monate seien anstrengend gewesen, aber irgendwann seien alle Beteiligten noch stolzer als jetzt schon.

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