Doppelturnier sorgt für "Großen Bahnhof" in Pohlhausen

Pohlhausen : „Ü77“ sorgt stets für „Großen Bahnhof“

Das Bergische Herrendoppel 77 plus findet von Mittwoch bis Sonntag, 15. bis 19. August, statt. Das Turnier, bei dem die Doppelpartner zusammen mindestens 77 Jahre alt sein müssen, wird volljährig. Die Erfolgsgeschichte steht für den Zusammenhalt in den Reihen der 140 Mitglieder.

In der kommenden Woche heißt es „Großer Bahnhof“ am Silberberg. Dann richtet Tura Pohlhausen-Tennis wieder sein „Aushängeschild“, das Bergische Herrendoppel 77 plus, aus. Das Turnier, kurz „Ü77“ genannt, wird in diesem Jahr „volljährig“, 2020 steht das Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen an.

Für Tura-Tennis ist das „Ü77“ eine große Erfolgsgeschichte: Das fünftägige Turnier lockt Teilnehmer aus der gesamten Region, genauso kommen Nachbarn, Vereinsmitglieder und mitgereiste Anhänger der Tennisspieler zum Zuschauen auf die Tennisanlage in Unterpohlhausen. Die Nachfrage ist ein deutlicher Beleg für die Beliebtheit.

Vom 15. bis 19. August sind erstmals 39 Doppel auf allen fünf Plätzen des Vereins am Start. „Bislang waren es 36 Teams – mehr war eigentlich nicht zu stemmen. Allerdings war trotz des Termins in den Sommerferien in diesem Jahr das Interesse an unserem Ü77 so groß, dass wir dem gerecht werden wollten“, sagt Frank vom Hoff, Pressewart im Tura-Tennis-Vorstand.

Am heutigen Mittwoch, 8. August, werden Tura-Tennis-Aktive die Plätze und umliegende Anlage noch einmal auf Vordermann bringen, denn der 140 Mitglieder starke Verein will sich beim anstehenden Turnier von seiner besten Seite zeigen. „Das ist in jedem Jahr so. Wenn auch die Vorbereitung und Koordination des Ü77 an den sieben Vorstandsmitgliedern hängen bleibt, geht kurz vor und beim Turnier ein regelrechter Ruck durch die Mitglieder“, freut sich Frank vom Hoff darüber, dass die Veranstaltung in den eigenen Reihen zur Identifikation mit dem Sport und dem Verein beiträgt. Da würde sowohl beim „Aufhübschen“ der Anlage, dem Auf- und Abbau und beim Spenden von Verpflegung für die gesamten fünf Turniertage mitgeholfen. „So viel Essen wie in diesem Jahr hatten wir noch nie – es gibt Gegrilltes, kaltes und warmes Buffet und mehr“, kündigt vom Hoff an. Der Verein gewährleiste eine Rund-um-Verpflegung für Spieler und Zuschauer an allen fünf Veranstaltungstagen. Diese Herausforderung würde gemeistert, was für einen großen Zusammenhalt bei Tura-Tennis spreche.

Die Fairness und Sportlichkeit, die alljährlich beim Bergischen Herrendoppel 77 plus in Pohlhausen herrsche, lobt Turnierleiter Frank Hemmerling im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir spielen an fünf Tagen auf fünf Plätzen durchgehend Tennis. Dafür brauchen wir keine Schiedsrichter, eventuell setzen wir beim Endspiel jemanden in den Hochstuhl.“

Es nähmen aber immer sehr faire und erfahrene Spieler an dem Turnier teil, dadurch sei das in diesen Klassen kein Thema, ist der 63-Jährige, der selbst seit seinem zwölften Lebensjahr den Tennisschläger schwingt, überzeugt. Die Vorjahressieger Dennis Bonna und Bernd Königsmann würden in der kommenden Woche versuchen, ihren Titel zu verteidigen: „Außerdem treten die Sieger aus 2015 und 2016 wieder an – Andrew Lux, Weltranglisten-Erster in der Ü35-Klasse, und Dirk Reichert.“

Zum Ü77-Turnier reisen Doppel-Paarungen aus der gesamten Region an, beispielsweise aus Köln, Remscheid oder Bergisch Gladbach. „Die Spieler kommen an jedem Spieltag neu nach Pohlhausen gefahren“, beschreibt Frank vom Hoff. Einzige Bedingung zur Teilnahme am Herrenturnier: Die beiden Doppelpartner müssen zusammen mindestens 77 Jahre alt sein. Die meisten Doppel formierten sich aus Spielern mittleren Alters, es habe aber auch schon andere, interessante Konstellationen gegeben, erzählt Frank vom Hoff: „Wir hatten schon Teams, die aus Opa und Enkel bestanden.“