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Wermelskirchen Hobby-Historiker will mit Postkarten Freude verschenken

Engagement für Wermelskirchen : Hobby-Historiker will mit Postkarten Freude verschenken

Claus Füllhase hat 1000 Postkarten gedruckt. Das Motiv: der verschneite Weihnachtsbaum. Sie sind ein Ersatz für die nicht stattfindende Ausstellung mit historischen Bildern aus seinem Privatarchiv.

Es gibt Momente, da kann Hobbyhistoriker Claus Füllhase einfach nicht „Nein“ sagen. Dann nämlich, wenn ihm ein Wermelskirchener wieder alte Postkarten, Bücher oder Fotos aus einem auf dem Dachboden vergessenen Nachlass vorbei bringt, der ansonsten im Müll gelandet wäre. „Das sind doch echte Schätze, die man aufbewahren muss“, sagt er vehement. Bei Füllhase finden diese historischen Zeugnisse seit 14 Jahren ein neues Zuhause. „Damals habe ich angefangen zu sammeln“, verrät der 75-Jährige, der sich in seinem Haus mittlerweile ein riesiges Privatarchiv geschaffen hat.

Normalerweise lässt er die Wermelskirchener auch mit Freude an seinen Schätzen teilhaben. Regelmäßig hat Claus Füllhase in der Vergangenheit Ausstellungen der seltenen Bilder und Bücher in leerstehenden Ladenlokalen auf die Beine gestellt, Interessierten dabei viel von der Historie der Stadt erzählt. „Dieses Jahr kann das wegen der Corona-Pandemie ja leider nciht stattfinden“, bedauert er. Schließlich hätten ihn in den vergangenen Monaten immer wieder Menschen angesprochen, wann denn endlich wieder eine Ausstellung geplant sei. „Und damit die Leute mich nicht vergessen, habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht“, kündigt er lächelnd an: Claus Füllhase hat 1000 Postkarten mit dem geschmückten, verschneiten Weihnachtsbaum drucken lassen. „Das Foto ist von mir“, sagt er nicht ohne Stolz. Die Karten mit dem Wahrzeichen der Stadt will er aber nicht etwa verkaufen, sondern verschenken. In einigen ausgewählten Geschäften in der Innenstadt (und auch in der Redaktion der Bergischen Morgenpost) können sich Wermelskirchener kostenlos eine der Postkarten mit dem Stadtmotiv abholen und in die ganze Welt verschicken. „Wermelskirchener, die heute weit weg wohnen, freuen sich bestimmt, diesen wunderschönen Naturweihnachtsbaum als kleinen Gruß zu bekommen“, ist sich der Hobby-Historiker sicher.

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Was er selbst für die 1000 Postkarten bezahlt hat, will er nicht verraten. „Ich möchte den Menschen einfach ein bisschen Freude schenken in diesen schwierigen Zeiten“, sagt Claus Füllhase. „Und wenn mir jemand sagt, wie sehr er sich über die Postkarte gefreut hat, ist das für mich der schönste Lohn.“