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Wermelskirchen: Großreinemachen im Quellenbad

Für ein sauberes Schwimmerlebnis : Quellenbad wird von Grund auf gereinigt

Die Wiedereröffnung musste verschoben werden. Frühschwimmen wird wieder regelmäßig angeboten.

Wer schon einmal auf den Grund des Schwimmerbeckens in einem Hallenbad getaucht ist, wird womöglich überrascht sein, wenn er ein solches Becken zum ersten Mal in leerem Zustand sieht – 3,80 Meter sind, wie dann klar ersichtlich wird, ganz schön viel. Völlig leer sind im Moment beide Becken des städtischen Quellenbades, denn es ist wieder einmal an der Zeit für die alljährliche Grundreinigung. Dabei wird erst das gesamte Wasser aus den beiden Becken abgepumpt, bevor die Fliesen durch eine mehrstufige Reinigung so auf Vordermann gebracht werden, dass auch in den nächsten zwölf Monaten wieder ein sauberes und hygienisches Schwimmerlebnis garantiert ist. Zusätzlich nutzen der leitende Schwimmeister Joachim Hagenbücher und sein Team auch die Gelegenheit, um Decken, Wände, Böden, Umkleiden und Duschen ausgiebig zu säubern und für die kommende Saison fit zu machen.

950 Kubikmeter Wasser mussten zu Beginn der Grundreinigung aus dem großen Becken abgelassen werden, wie Joachim Hagenbücher erklärte: „Das hat vier Tage gedauert – man muss langsam vorgehen, um die Fliesen nicht zu beschädigen“, sagte der Leiter des Bades. Nun beginnt die eigentliche Reinigung: „Zuerst werden die organischen Rückstände, wie zum Beispiel Fett, von den Fliesen in den Bädern entfernt. Danach werden mit einem anderen Reiniger anorganische Probleme wie etwa Kalk und Rost beseitigt, und zum Schluss wird noch ein Mittel zum Schutz gegen Algen aufgetragen“, erläuterte Hagenbücher. Darüber hinaus werden Arbeiten wie etwa die Erneuerung von Fugen im Becken erledigt.

Eine Menge Arbeit steht auch in den Teilen der Schwimmanlage an, die Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommen. Im Keller des Bades etwa sorgen vier große Filter dafür, dass die Wasserqualität erhalten bleibt, und einmal im Jahr müssen sie geöffnet, mit Luft und Wasser gespült und entkeimt werden. „Vor allem das Entkeimen ist sehr wichtig“, sagte Joachim Hagenbücher. „Dadurch wird verhindert, dass sich Legionellen und andere Krankheitserreger in den Filtern festsetzen und die Wasserqualität verderben“, so der leitende Schwimmeister.

Damit der Schwimmbetrieb reibungslos funktionieren kann, müssen viele technische Komponenten ineinander greifen – regelmäßige Wartung ist also notwendig. Sobald alle Arbeiten geschafft sind, werden die Becken jedoch mit neuem Wasser gefüllt und stehen den rund 300 Gästen, die das Bad pro Tag im Schnitt besuchen, fortan wieder zur Verfügung.

Ab dem 13. August wird das Quellenbad wieder für Besucher geöffnet sein – unter anderem wegen eines Rohrbruchs wird die Reinigung somit eine Woche länger dauern als geplant. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Das Frühschwimmen, das aufgrund von Personalmangel zuletzt montags und donnerstags ausfallen musste, wird vom Tag der Wiedereröffnung an wieder wie gewohnt stattfinden. „Wir haben eine neue Kollegin gefunden und können das Schwimmen daher wieder anbieten“, bestätigte Joachim Hagenbücher.