Der Nachwuchs dominiert den Stadtlauf Wermelskirchen

16. Auflage des Wermelskirchener Stadtlaufs : Der Nachwuchs dominiert den Stadtlauf

Neuer Teilnehmerrekord: 582 gemeldete Starter bei der 16. Auflage des Wermelskirchener Stadtlaufs. Allein bei den Staffelläufen der Grundschulen traten 47 Teams mit 188 Startern an. Bei den Hauptläufen fehlten die Spitzenläufer.

So ganz ohne Regen kam auch die 16. Auflage des Wermelskirchener Stadtlaufs in der Innenstadt über das Straßendreieck Telegrafen-, Kölner- und Obere Remscheider Straße nicht aus. Am Nachmittag zwang ein starker Regenschauer die Besucher, die sich vor allem um den Start- und Zielbereich vor dem Bürgerzentrum ballten, dazu, sich einen schützenden Unterstand zu suchen. Zuvor herrschte rund um die Bühne der Bergischen Morgenpost reges Treiben, das an ein kleines Volksfest erinnerte. Info-Stände sorgten für Kurzweil bei den Sportlern und Zuschauern, Moderator Julian Nothen hielt die Besucher auf dem Laufenden, was den Stand der Dinge auf der Strecke angeht, DJ Rene Schröder hielt die Schar mit Musik aus der Konserve bei Laune.

In sechs verschiedenen Läufen gingen die Teilnehmer an den Start. Die Zuschauer unterstützen die Sportler mit motivierenden Anfeuerungsrufen und -applaus. Der Wermelskirchener Turnverein (WTV) zeigte sich als Veranstalter zufrieden angesichts der Resonanz. Walter Thiel, federführender WTV-Organisator, bilanzierte: „Mit 582 gemeldeten Teilnehmern haben wir mehr als je zuvor.“ Und das verdankt der Stadtlauf vor allem dem Nachwuchs, stellte Thiel fest: „Wir haben deutlich mehr Teams, die bei der Staffel der Grundschule teilnehmen.“ Dazu sei die Zahl der Bambini-Läufer aus den Kindergärten gestiegen: Waren es in den Vorjahren stets rund 80, gingen beim 16. Stadtlauf 96 Jungen und Mädchen über die 125 Meter-Strecke an den Start – bei den Bambini-Läufen könnte der WTV im kommenden Jahr die 100-Teilnehmer-Marke knacken. Bei den Staffelläufen der Grundschulen über vier Mal 125 Meter traten 47 Teams mit insgesamt 188 Teilnehmern an.

Gut gelaunt und mit einem strahlenden Lachen erreichte Jasmin Lorber das Ziel. Sie belegte über zehn Kilometer letztlich den sechsten Platz bei den Frauen. Streckenposten vom WTV, die per Fahrrad unterwegs waren, geleiteten die Läufer auf der Zielgeraden: das sorgte nicht nur für Sicherheit, sondern hatte auch einen motivierenden Effekt auf die Sportler. Foto: Stephan Singer. Foto: Stephan Singer

Die Teilnehmerzahlen der Erwachsenen-Läufe wären vergleichbar mit denen der Vorjahre, sagte Walter Thiel: „Die großen Namen der Spitzenläufer haben in diesem Jahr leider gefehlt. Einige sind im Urlaub oder bei anderen Läufen am Start oder fallen verletzungsbedingt aus.“ Walter Thiel lobte ausdrücklich das Engagement der Stadt, denn der WTV musste Anmeldung, Startnummern-Ausgabe und Stadtlauf-Leitung wegen des Wasserschadens improvisiert in die ehemaligen Räume der Stadtsparkasse-Filiale im Bürgerzentrum verlegen – die Sportler konnten im Bürgerzentrum-Foyer lediglich die Toiletten nutzen. „Das war eine unheimlich tolle Hilfe von der Verwaltung, dass diese Lösung funktioniert hat. Ohne diese Infrastruktur hätte ich den Stadtlauf absagen müssen.“

Eine solche Absage hätte den zwölf Läuferinnen der WTV-Turn- und Gymnastikgruppe in ihren leuchtend orangen Shirts wohl kaum gefallen. Sie nahmen in drei Teams an der vier Mal zweieinhalb Kilometer Teamstaffel teil (insgesamt elf Mannschaften mit 44 Teilnehmern), an dem sich zum Beispiel auch ein Quartett aus der Belegschaft von „Tente Rollen“ als „T-Enten“ beteiligte.

Aus den Reihen der sogenannte „Freitagssport“-Gruppe des WTV stammen Hanna Middendorf (39 Jahre) und Carolin Ridder (35): „Wir sind motivierte Sportlerinnen, haben richtig Bock auf Sport. Auch freitags geben wir 90 Minuten alles, da wollen wir uns eine Stadtlauf-Teilnahme nicht nehmen lassen – Anstrengung muss sein, wir schonen uns nicht.“

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