Situation in der Wermelskirchener Gastronomie „Man kann nicht alles weitergeben – sonst kommt keiner mehr“

Wermelskirchen · Zum Jahreswechsel hatte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga die düstere Prognose gewagt, dass mit der Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent die Existenz vieler Gastronomiebetriebe bedroht sein würde. In einer kleinen Umfrage ziehen Wermelskirchener Gastwirte eine erste Quartalsbilanz.

In der „Centrale" an der Eich hofft man inständig auf schönes Wetter und den damit verbundenen Start in die Biergarten-Saison.

In der „Centrale" an der Eich hofft man inständig auf schönes Wetter und den damit verbundenen Start in die Biergarten-Saison.

Foto: Guido Radtke

Die Gastronomen in Wermelskirchen teilen eine große Sorge: Sie fürchten um das Ausbleiben vieler Gäste, wenn sie die Preise für Speisen und Getränke so anheben würden, wie es angesichts gestiegener Kosten für Energie, Personal und Lebensmittel aktuell notwendig wäre. Die Rückkehr zu Jahresbeginn zum alten Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent spielt hingegen eher eine untergeordnete Rolle, wie eine Umfrage zur aktuellen Situation in einigen Restaurants und Gaststätten zeigt. Überall sind die Gästezahlen im ersten Quartal des neuen Jahres hinter den Erwartungen zurückgeblieben – egal ob die Preise unverändert geblieben sind oder angehoben wurden.