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Wermelskirchen: 140 Schüler im Praktikum - Arbeitswelt mal live erlebt

Wermelskirchen : 140 Schüler im Praktikum - Arbeitswelt mal live erlebt

140 junge Frauen und Männer dürfen wieder durchatmen: Sie werden heute Morgen wieder an ihrem angestammten Platz in der Klasse sitzen, umgeben von Mitschülern. Zwei Wochen erlebten sie die mehr oder weniger raue Arbeitswelt fern des geschützten Klassenraums.

Jedes Jahr absolviert die zehnte Stufe des Gymnasium Wermelskirchen ein zweiwöchiges Praktikum - die Jugendlichen suchen sich ihre Praktika nach eigenen Neigungen selber aus. Die Bergische Morgenpost hat mit vier Praktikanten gesprochen, die etwas Besonderes gemacht haben.

Max Braun machte ein Praktikum beim Fußballclub Bayer Leverkusen. Er arbeitete im Fanshop, begleitete Stadiontouren von Besuchern. "Ich bin Fan, von daher finde ich es interessant, im Stadion zu sein oder die Tour mitzumachen und generell für den Verein zu arbeiten." Ihm gefiel sein Praktikum sehr, auch wenn er unsicher ist, ob dort seine berufliche Zukunft liegen könnte.

Jan Puschinski hatte zwei Wochen einen nicht alltäglichen Arbeitsplatz: Er war beim taktischen Bundeswehr-Luftwaffengeschwader in Nörvenich. Er arbeitete dort in mehreren unterschiedlichen Teileinheiten und bekam die Aufgaben und Ausrüstungen der jeweiligen Einheiten erklärt. "Ich mache mein Praktikum hier, weil ich an der Arbeit der Soldaten, vor allem der Piloten, sehr interessiert bin. Es ist mein Berufswunsch, Jet-Pilot zu werden."

Sein Arbeitstag fing um acht Uhr an und dauerte bis 15 Uhr. Er war begeistert: "Arbeiten finde ich besser als Schule. Im Unterricht gibt es auch Stoff, der mich nicht interessiert. Das ist eben im Job anders."

Von seinem Berufswunsch Bootsbauer ist vorerst Lasse Brzoskowski ab. Er hatte ein Praktikum bei einer Dortmunder Bootswerft und musste hauptsächlich schleifen und sägen. Das gefiel ihm nicht so gut.

Mit großer Begeisterung kehrte Ben Biber aus seinem Praktikum zurück. Er war zwei Wochen im Lufthansa-Flight-Training in Frankfurt. Er durfte sich verschiedenen Abteilungen anschauen, unter anderem das Emergency Training. "Ich haben einen umfassenden Einblick in die Firma und deren verschiedene Unterabteilungen bekommen. Auch die Mitarbeiter waren alle freundlich und haben Fragen beantwortet." Ben Biber will zwar nicht Pilot, sondern eher Ingenieur werden, aber der technische Aspekt hinter der Flugsimulation machte ihn schon neugierig.

Autor Paul Rodig hat ein zweiwöchiges Praktikum in der Redaktion der Bergischen Morgenpost absolviert. Seine ersten Texte wurden unter dem Kürzel (pa) in den vergangenen Wochen veröffentlicht.

(RP)