Kreativherbst in Wassenberg : Wenn aus der Kaffeekapsel ein Anhänger wird

Beim „Kreativherbst“ in Wassenberg konnte das Angebot kaum vielfältiger sein. Ein duftendes Seifenmeer stieß etwa auf Seelentröster.

Zum vierten Mal fand in Wassenberg der Kunsthandwerkermarkt „Kreativherbst“ statt. Zumeist Anbieter aus der Region präsentierten selbsthergestellte Artikel, wobei die Palette von Wolle bis Holz reichte.

Aus Wassenberg dabei war zum dritten Mal Alexandra Meisen mit ihrem Stand „Paridae“. Die Besucher staunten über selbstgefärbte Wolle, sogenannte Projekttaschen oder Vorrichtungen zum Verstauen von Stricknadeln. „Es macht immer wieder Spaß, beim Kreativmarkt dabei zu sein. Außerdem nehme ich auch regelmäßig am Wassenberger Abendmarkt teil“, erzählte Alexandra Meisen. Vom Künstlerstammtisch Wassenberg waren Eva Schonheuer und Sandra Kinnewig vor Ort. Die Besucher konnten sowohl einige fertige Bilder der beiden sehen, aber auch Eva Schonheuer live dabei über die Schulter gucken, wie ein Bild aus Pastellkreiden entsteht. Über diverse Holzartikel, Armbändern und Halsketten gelangte man an die Handtuchfiguren, die Sabine Werner aus Erkelenz ausstellte. Diese sind nicht nur zum Anschauen gedacht, sondern auch als Seelentröster, wie Werner erklärte: „Es gibt verschiedene Sprüche auf den Figuren, die vielleicht bei Bedarf gut für die Stimmung sind.“ Als Beispiel soll hier eine Figur stehen: „Fütter mich mit deiner Wut – dann fühlst du dich auch wieder gut.“

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Schon von weitem zu sehen war Carinas Kürbisparadies. Sei es zur Deko, oder auch zum Essen, hier fand jeder Kürbisliebhaber auf dem großen Anhänger das Passende. Auf großes Interesse stieß auch der Stand „Seifenmeer“. Die Ausstellerin aus Übach-Palenberg hatte handgefertigte Naturseife in den verschiedensten Düften mitgebracht. Dazu erklärte sie den Besuchern die Eigenschaften der Stücke, deren Größe sich potenzielle Käufer auf das Gramm genau aussuchen konnten.

Wie ein roter Faden zog sich das Thema Recycling und Nachhaltigkeit durch den Kreativmarkt. So wurden bemalte Flaschen, die verschieden dekoriert waren, angeboten. Manchmal mussten Interessierte auch rätseln, was sie genau da vor sich hatten. Zusammengefaltete Milchtüten, alte Kaffeekapseln? Die Milchtüten entpuppten sich als Geldbörsen, die sich besonders zum Verschenken eignen, während die verzierten Kaffeekapseln in Zukunft als Anhänger einer Halskette dienen können. Bei „Perletta“ standen vorgewaschene und recycelte Stoffe zum Kauf, einige Meter weiter lasen die Besucher „Weg von Plastiktüten – hin zu selbstgemachten Taschen“. Das kam gut an, wie man deutlich am Stand sehen konnte, wo die ein oder andere Tasche über den Verkaufstresen ging. Insgesamt bot der Kreativmarkt für jeden Geschmack etwas, sei es nun um etwas zu kaufen, oder aber nur zum Schlendern und dem ein oder anderen Künstler beim Werkeln zuzusehen.

Nur gucken ist natürlich für Kinder langweilig, doch auch da gab es eine gut besuchte Alternative. Beim „Kreativprogramm mit Elke“ bemalten die Kleinen unter Anleitung verschiedene Objekte und hatten offensichtlich Spaß dabei. Spaß hatten auch die meisten Besucher, wie stellvertretend eine Frau meinte, die eigentlich aus Prüm in der Eifel stammt, aber zu Besuch bei ihrer Mutter in Wassenberg ist: „Das gefällt mir sehr gut hier. Die Leute sind nett, und eigentlich wollte ich nur mal ohne große Kaufabsicht durchlaufen. Jetzt hab ich die Tasche schon voll.“ Glück hatten die Veranstalter natürlich mit dem guten Wetter, so dass der Zuspruch außerordentlich gut war und der Roßtorplatz und die Graf-Gerhard-Straße schon früh voll von Menschen waren.