Handball: Lobbericher sind vor St. Tönis gewarnt

Handball: Lobbericher sind vor St. Tönis gewarnt

In der Handball-Verbandsliga wartet auf den Primus TV Lobberich eine vermeintlich leichte Heimaufgabe. Doch Kellerkind St. Tönis hat sich unter neuem Trainer verbessert. Der TSV Kaldenkirchen spielt bei der Königshofer Reserve.

Die Handballer des TV Lobberich sind auf dem besten Weg zurück in die Oberliga. Seit Monaten dominiert die Truppe von Christopher Liedtke das Geschehen in der Verbandsliga und marschiert von der Spitze weg. Der Aufstieg aber ist trotz des beeindruckenden 30:17-Erfolges beim TSV Kaldenkirchen und, nach Minuspunkten gerechnet, vier Zählern Vorsprung noch längst nicht in trockenen Tüchern. "Der Sieg gibt uns natürlich eine Mega-Motivation. Auch wenn es so einfach aussah, steckt viel Arbeit dahinter. Aber das Spiel ist abgehakt, davon können wir im nächsten Spiel nicht mehr leben", sagt Liedtke.

Am Sonntag (11.45 Uhr, Werner-Jaeger-Halle) erwartet die Lobbericher in Gestalt der TS St. Tönis, dem Drittletzten, auf dem Papier eine vermeintlich leichtere Aufgabe. Für Liedtke ist das jedoch ein gefährliches Spiel. "Wir dürfen nicht denken, dass wir mit 80 Prozent auskommen. Wir müssen schon 100 Prozent auf die Platte bringen", sagt er. Die Gäste haben in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt. Seit Zoran Cutura im Dezember das Traineramt von Jürgen Hampel übernahm, holten die St. Töniser acht ihrer bisher zehn Punkte. Hinzu kamen drei knappe Niederlagen, unter anderem mit jeweils einem Tor bei den Topteams in Vorst und Lank. "Unter Cutura blühen sie auf", meint Liedtke. Aufbauspieler Alexander Bruchhaus, der Halblinke Kai Wingert, Linksaußen Christian Bothe oder der zuletzt Fehlende Yannick Sinnecker sind für Liedtke entscheidende Persönlichkeiten im Kader der St. Töniser. Darüber hinaus lobt er explizit auch die Abwehrarbeit der Gäste, die zwar 15 Pluspunkte weniger als der TV Lobberich sammelten, aber nur sieben Gegentore mehr kassierten als der Spitzenreiter. "6:0, 5:1 oder 4:2, die können alle Variationen spielen. Das ist echt schon stark", meint der Lobbericher Coach. Seine Spieler müssten die Partie mit der gleichen Begeisterung wie das Derby in Kaldenkirchen angehen und weiter konsequent das eigene Spielkonzept anwenden.

  • Handball : Anspruchsvolle Aufgabe für TSV Kaldenkirchen

Der TSV Kaldenkirchen tritt am Sonntagnachmittag beim Tabellennachbarn DJK Adler Königshof II an. Für den TSV existieren viele Gründe, die Partie mit großer Motivation anzugehen. Zu allererst natürlich die Wiedergutmachung für die Niederlage im Derby gegen die Lobbericher. "Mund abwischen, weitermachen. Es ist halt so", sagt Trainer Philipp Clodt. Er befürchtet keine Spätfolgen. "Ich bin sicher, dass es nicht so wie in der Hinrunde wird, wo wir nach der Niederlage in Lobberich einen Negativlauf hatten", meint er. Für sein Team geht es aber auch darum, sich mit einem Sieg in der oberen Tabellenhälfte zu behaupten. Nicht zuletzt hat Clodt auch noch die deutliche Klatsche aus dem Hinspiel vor Augen. Damals unterlag der TSV 23:32. "Das war unsere schlechteste Saisonleistung", sagt Clodt. Der Gegner habe seine Mannschaft mit seinen taktischen Varianten vor unlösbare Aufgaben gestellt, erinnert er sich. Die Königshofer pflegen mit all ihrer Routine, für die die Spoo- aber auch die Leigraf-Brüder oder Trainer Bodo Leckelt stehen, einen robusten und körperbetonten Handball. "Darauf müssen wir uns einstellen", sagt Clodt.

(wiwo)