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Handball: Der TV Lobberich braucht Kaldenkirchener Schützenhilfe

Handball : Der TV Lobberich braucht Kaldenkirchener Schützenhilfe

Schlägt der TSV im Topspiel der Handball-Verbandsliga den TV Geistenbeck, können die Lobbericher auf Platz eins zurückkehren.

Alle Augen der Nettetaler Verbandsliga-Handballer sind auf den TSV Kaldenkirchen gerichtet. Der TSV könnte am Samstag (19 Uhr, Ravensstraße) im Spitzenspiel gegen Tabellenführer TV Geistenbeck dazu beitragen, die Chancen des ewigen Ortsrivalen TV Lobberich im Kampf um die Meisterschaft deutlich zu verbessern. Krönt der TSV seinen Saisonabschluss vor heimischer Kulisse mit einem Sieg, kann sich der TV Lobberich, der am Sonntag (11.45 Uhr, Werner-Jaeger-Halle) den TV Jahn Hiesfeld empfängt, die Spitzenposition in der Liga wieder zurückerobern.

Für den TSV könnte der Rahmen zum letzten großen Heimspieltag der Männermannschaften besser nicht sein. "Die Halle wird voll sein, und wir wollen den Zuschauern etwas bieten. Wir wollen uns nichts nachsagen lassen", sagt TSV-Trainer Philipp Clodt. Obwohl er in den Gästen schon vor der Saison aufgrund des breit aufgestellten Kaders einen Titelaspiranten sah, seien die Geistenbecker nicht unschlagbar. Er spekuliert darauf, dass die Gäste, die an diesem Spieltag erstmals in der Rolle des Gejagten sind, doch ein wenig mit den Nerven zu kämpfen haben werden. "Wir sind der letzte schwere Stein, der ihnen noch im Weg liegt", sagt Clodt. Während die Geistenbecker in bester Besetzung anreisen, beklagt der TSV Probleme. Steffen Coenen (Handgelenksprellung) ist angeschlagen. Maik Tötsches konnte aus beruflichen Gründen nicht trainieren.

Der TSV wird vor der Partie fünf Spieler und den Trainer verabschieden. Torhüter Florian Nordmann wechselt zum TV Geistenbeck. Torhüter Carsten Hesse und Christian Leyendeckers gehen zurück zur TS Lürrip. Jochen Schellekens schließt sich der DJK Adler Königshof an und Vincent Widera beendet seine Karriere. Phillip Clodt hört als Trainer der ersten Männermannschaft auf. Andere Angebote hat er bislang ausgeschlagen. "Ich bleibe dem Verein in der Funktion, in der man mich braucht, erhalten", sagt Clodt. In Sachen Neuzugänge profitiert der TSV davon, dass der Rheydter SV nach der Saison die Handball-Abteilung auflöst. Vom RSV wechselt der 22-jährige Nils König nach Kaldenkirchen. Derzeit bekleidet er beim Landesligisten eine Position im Rückraum und strebt mit über 200 Toren in dieser Spielzeit die Torschützenkrone an. Zuvor hatte der TSV schon den Niederländer Guus Killaars und Kevin Barbee aus Lobberich als neue Spieler präsentiert.

Beim Stadtrivalen TV Lobberich sagt Trainer Christopher Liedtke vor dem Wochenende: "Wir haben etwas gutzumachen, und wir wollen Geistenbeck unter Druck setzen." Im letzten Heimspiel der Saison wollen die Lobbericher gegen den TV Jahn Hiesfeld "auf jeden Fall", so Liedtke, gewinnen. Die Gäste, die in Till Overberg und Nils Berner zwei der Toptorschützen der Liga in ihren Reihen haben, präferieren ein schnelles Umschaltspiel und sind vor allem über Overberg aus dem linken Rückraum gefährlich. "Wir dürfen keine einfachen Tore kassieren und müssen ein gutes Rückzugsverhalten haben", sagt Liedtke.

Der Coach setzt darauf, dass seine Akteure befreit aufspielen. "Die Bürde des Spitzenreiters ist weg, aber es ist noch nichts verloren. In dieser Liga ist alles möglich", meint er. Die Voraussetzung ist ein eigener Sieg, den möchte Liedtke daheim unbedingt holen. "Ich möchte eine Reaktion sehen. Wir müssen Dampf machen und vorne unser Spiel mit mehr Tempo spielen."

(wiwo)