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Heldenhafte Herbstferienaktion im Kinder- und Jugendzentrum Alo in Viersen-Dülken

Ferienprogramm in Viersen : Die Superhelden aus dem Alo

Der Treffpunkt für Spiderman, Superwoman und Co. ist derzeit im Dülkener Kinder- und Jugendzentrum Alo. „Werde dein eigener Superheld“ ist der Titel der Herbstferienaktion. Dazu gibt es ein selbst hergestelltes riesiges Memory.

Friedericke, Paulina, Zoe und Emilie-Isabella sind in die Arbeit vertieft, wobei es sich in dem Fall um das Füllen eines Einmal-Gummihandschuhes mit Watte handelt. Sorgfältig stopfen die Mädchen Finger für Finger mit dem weichen Material aus. „Wenn der Handschuh ausgestopft ist, bringen wir ihn in die geschlossene Handform und fixieren ihn mit der Heißklebepistole“, erklärt Daniela. Wie das aussieht, demonstriert die Betreuerin der Herbstferienaktion des Dülkener Kinder- und Jugendzentrums Alo der Pfarrgemeinde St. Cornelius und Peter an ihrem eigenen, bereits gefüllten Modell. An ihrem Tisch entstehen nämlich Hulk-Hände, die später Stifte oder andere Gegenstände halten können. Aber nicht nur dort spielt ein Superheld die tragende Rolle.

Unter dem Titel „Werde dein eigener Superheld“ finden sich die unterschiedlichsten Helden in Form von selbst gebastelten Sparschweinen, Windlichtern, Hampelmännern und als Laubsägearbeit in dem Jugendzentrum wieder. Überall wird fleißig und voller Konzentration gebastelt. Im großen Nebenraum bestimmen indes Leinwände, Pinsel und Farben das Bild. „Weil die Kinder so viel Spaß am Malen hatten, haben wir unser Memory-Projekt ausgebaut“, sagt Dagmar Reichel. Dabei zieht die Viersener Künstlerin eine große graue Box unter dem Tisch hervor. 64 Sperrholzplatten von jeweils 40 mal 40 Zentimeter Größe stehen darin dicht aneinandergereiht. „Das ist unser XXL-Memory, welches die Kinder zum Thema ,30 Jahre UN-Kinderrechte’ gestaltet haben“, informiert Alo-Leiterin Bettina Passon. Superhelden kämpfen für Recht und Gerechtigkeit, die UN-Kinderrechte tun das Gleiche. Im ALO entstand daher die Idee, ein großes Memory in Sachen Kinderrechte herzustellen.

Die jungen Teilnehmer der Herbstferienaktion entwarfen zu den Themen Recht auf Bildung, Freizeit und Kultur sowie Recht auf Gesundheit und Recht auf ein gewaltfreies Leben, Skizzen, die Reichel einscannte und vergrößerte, damit sie als entsprechende Vorlage für die eigentliche große Memorykarte genutzt werden konnten. Ob das Recht, eine Schule besuchen zu dürfen, dargestellt durch ein Schulbuch, oder das Recht auf sauberes Trinkwasser, umgesetzt durch ein Glas Wasser – die Kinder malten das jeweilige Motiv zweimal.

Wobei mittels verschiedener Techniken zunächst der Bildhintergrund gestaltet wurde. Für die Rückseite plottete Reichel das Alo-Logo aus, das dann per Schablone in Rot auf Weiß aufgemalt wurde. „Unsere Teilnehmer hatten so viele Ideen, dass wir 32 Paare machen konnten, die jetzt in den Einsatz gehen. Beim Memory spielen steht das Thema Kinderrechte so immer wieder im Mittelpunkt, weil wir über die Motive natürlich auch sprechen“, sagt Passon. Das Projekt im Rahmen der Herbstferienaktion konnte dank der Unterstützung durch die katholische Landesarbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit NRW umgesetzt werden.