Gemeinde St. Remigius Viersen lädt zur Tiersegnung ein

Tiersegnung: Weihwasser für Katze, Hund und Plüsch-Schaf

Kirche einmal anders erleben die Besucher am Sonntag beim Tiersegnungsgottesdienst der Pfarrgemeinde St. Remigius.

2015 gab es den ersten, der ein großer Erfolg war. Ein Jahr später folgte Nummer zwei, der ebenso gut angenommen wurde. Dann war für ein Jahr Pause und nun ist es wieder soweit: Die Katholische Pfarrgemeinde St. Remigius Viersen lädt für Sonntag, 17. Juni, zum dritten Tiersegnungsgottesdienst an die Kapelle St. Konrad am Grenzweg 76 in Neersen, direkt an der Niers, ein.

Unter dem Titel „Bruder Wolf und Schwester Lerche“ beginnt der halbstündige Wortgottesdienst mit Tiersegnung um 11 Uhr auf dem Außengelände der Kapelle. Die Bruderschaft St. Konrad stellt Bänke zur Verfügung, die rund um die Kapelle aufgebaut werden. Bei schlechtem Wetter kann der große Vorraum der Kapelle genutzt werden. Für den Wortgottesdienst selber sind die Gemeindereferentinnen von St. Remigius, Anne Müthing und Claudia Meuser, zuständig. Küsterin Reina Rennen begleitet die Feier am Keyboard. Auch die ehrenamtlichen Gemeindehelfer Stefan Wellmann und Susanne Oster sind eingebunden.

„Wir hatten beim letzten Mal mehr als 80 Tiere vor Ort. Das Gros machten die Hunde aus, von denen rund 50 da waren. Aber es gab auch Hühner, Kaninchen und ein Pferd. Dazu kamen jede Menge Plüschtiere, die die Kinder mitgebracht hatten“, berichtet Müthing. Jedes Tier, auch die plüschigen Gesellen, erhielt eine Segnung.

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Die Idee der Tiergottesdienste entspringt aus den Familiengottesdiensten. „Wir haben uns seinerzeit im Team überlegt, wie wir Menschen ansprechen können, einen Gottesdienst zu besuchen“, sagt Müthing. Der Vorschlag eines Tiergottesdienstes mit Segnung fand breite Zustimmung. Der erste seiner Art fand 2015 auf einem Bauernhof in Viersen statt. Dann kam die Überlegung auf, einen zentraleren Ort zu finden, der auch von zufällig vorüberkommenden Bürgern und ihren Tieren gefunden wird. Zudem sollte es ein Ort sein, an dem sich auch Tiere während des Wortgottesdienstes wohlfühlen und keinen Stress mit der Lokalität haben, weil sie völlig fremd ist. Die Kapelle St. Konrad, die gemeindemäßig zu Viersen gehört, aber auf Willicher Stadtgebiet liegt, fiel ins Auge. 2016 fand das Angebot erstmalig dort statt.

„Wir haben danach beschlossen, einen Wechsel zwischen einem Tiersegnungsgottesdienst und einem Gottesdienst an einem außergewöhnlichen Ort zu machen“, sagt Müthing. So gab es im vergangenen Jahr einen Gottesdienst in einer Geigenbauer-Werkstatt in Viersen. Nun aber stehen erneut die Tiere im Mittelpunkt, die schließlich auch ein Teil der Schöpfung sind. „Wobei es schon erstaunlich ist, wie friedlich die verschiedenen Tierarten nebeneinander im Wortgottesdienst anzutreffen sind“, sagt Müthing.

Das Thema ist wie immer angepasst. Diesmal geht es um den heiligen Franziskus.

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