TDFV Viersen dank Wandel in der Fußball-Bezirksliga

Fußball: Gewandelter Verein belohnt sich mit dem Bezirksliga-Aufstieg

Ein neuer Vorstand und die Trainer sorgten für mehr Disziplin im Verein. Nach zwei Jahren in der Kreisliga A folgte nun der nächste Schritt.

(hohö) Noch vor Jahren waren die Fußballer des TDFV Viersen ein nicht gern gesehener Gegner. Disziplinlosigkeit, auf Krawall gebürstet, unfair waren damals die Attribute. Doch mit dem Wechsel in der Führungsebene trat der Wandel zu einem „Familienbetrieb“ ein. Trainer wurden verpflichtet, zunächst Cem Özdemir, dann Aytac Azmaz, die endlich wieder Disziplin und Ordnung in die Mannschaft brachten. Sportlich entwickelte man sich weiter. Zunächst gelang der Sprung in der Kreisliga A, und nach zwei Jahre jetzt sogar der Aufstieg in die Bezirksliga.

„Im Endeffekt haben wir alle voneinander gelernt – wir als neuer Vorstand, der Tag und Nacht zur Verfügung steht, die Trainer, vor allem Atze Azmaz, der aufgrund seiner Erfahrung sehr viel vermitteln konnte und als Motivator fast unschlagbar ist, die Spieler. Ohne eine gewisse Strenge und Disziplin hätten wir dies alles nicht erreichen können“, meint der Geschäftsführer Ilhan Inal. „Zurückhaltung wurde auch von den Fans erwartet. Wem das nicht passte, der hätte von uns ein Platzverbot erhalten. Respekt und Demut hat in unserer Kultur mit die höchste Priorität. Und so werden wir auch in Zukunft handeln.“ Mit einer fast spielerischen Leichtigkeit absolvierte der TDFV die abgelaufene Saison. Zwar musste hier und da auch auf das kämpferische Element gesetzt werden, am Ende siegte bis auf viermal aber die spielerische Überlegenheit. Die fünfte Niederlage resultierte aus einer Spielabsage. Mit 82 Toren stellt der Meister (87 Treffer) die zweitbeste Offensive und ließ nur 28 Gegentore zu, was Ligabestwert ist. Zudem notieren in Melih Karakas (25 Tore), Bilal Lekesiz und Jörg Tappiser (beide 11) drei Spieler unter den besten 20 Schützen der Liga.

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Entscheidender Faktor neben der technischen Güte ist das Wir-Gefühl, bei dem jeder für den anderen Mitspieler auf dem Platz einsteht und notfalls auch mal die Grätsche auspackt, ohne aber vorsätzlich den Gegenspieler zu verletzen. Wie Inal erklärt, wird das Team in der Bezirksliga in veränderter Form auflaufen. So beendet Bektas Sahin seine sportliche Karriere, bleibt dem Verein aber als Sportlicher Leiter erhalten. Für Co-Trainer Aykut Enes wird derzeit noch ein Nachfolger gesucht. Und die Personalplanungen für die neue Saison sind schon auf einem guten Weg.