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Rommerskirchen: König Arnd Heyn ist nun auch Schützenpräsident

Rommerskirchen : König Arnd Heyn ist nun auch Schützenpräsident

Der neue Vorstand der Vanikumer Schützen will das Hubertusfest attraktiver machen und plant auch Reformen beim Schützenfest.

Wachablösung beim St.- Hubertus-Schützenverein: Bei dessen Generalversammlung wählten die Mitglieder einen (fast) komplett neuen Vorstand. Schützenkönig Arnd Heyn ist als Nachfolger von Peter Alois Küx neuer Präsident. Seit April 2013 gehört der 41-Jährige dem Vorstand als Geschäftsführer an. Bei den St.-Hubertus-Schützen ist der gebürtige Dormagener seit 2002 aktiv und marschiert in den Reihen der Grenadiere mit. Er und seine Frau Diana repräsentieren die Vanikumer Brauchtumshüter noch bis zum Schützenfest im August als Königspaar.

In gewisser Hinsicht war Heyns Wahl ein durchaus historisches Ereignis, ist er doch der erste Fan von Borussia Dortmund, der in der seit 1893 währenden Geschichte der Schützen die Präsidentenkette trägt. Auf Arnd Heyn entfielen 42 Ja- und sieben Nein-Stimmen, 14 Mitglieder enthielten sich der Stimme. Stellvertreter Heyns ist sein Vorgänger im Königsamt: Dieter Recklebe ist seit mehr als 40 Jahren Mitglied bei den St.-Hubertus-Schützen und gehört dem Jägerzug "Gröne Jonge" an. Er folgt auf den bisherigen Vizepräsidenten Hans-Martin Werres, der ebenso wie Peter Alois Küx nicht mehr für eine weitere Wahlperiode kandidieren mochte. Auf Dieter Recklebe entfielen bei drei Enthaltungen 58 Ja- und drei Nein-Stimmen.

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Das neue Führungsduo Heyn/Recklebe hatte sich bereits beim Schützenfest im August 2014 herauskristallisiert, nachdem Küx und Werres bereits vor einem Jahr ihren Amtsverzicht angekündigt hatten. Nachfolger Arnd Heyns als Geschäftsführer ist Peter Rosewig. Um die Finanzen kümmert sich weiterhin Kassierer Hans-Peter Broich, einer der letzten "Mohikaner" des bisherigen Vorstands. Die Bilanz für 2014 wies ein leichtes Minus aus, wie der Finanzchef der Schützen deutlich machte. Die neue Führungsriege will sich nach den Worten von Heyn in den kommenden Monaten vor allem mit der nötigen Umstrukturierung des Hubertusfestes Anfang November kümmern, das seit Jahren an zunehmend schwindender Resonanz leidet. Die noch auszuarbeitenden Neuerungen sollen Arnd Heyn zufolge noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Anders sieht es mit Blick auf das Schützenfest aus: Auch dort sind Reformen geplant, die aber im August noch nicht umgesetzt werden sollen. Bereits im Herbst hatte der Schützenverein seinen Terminkalender gestrafft: Der Tanz in den Mai wurde ebenso gestrichen wie das viele Jahre lang überaus populäre Fußballturnier der Schützen im September. Peter Alois Küx verabschiedete sich nach zwölfjähriger Präsidentschaft und mehr als 28 Jahren im Vorstand von den Schützen unter anderem mit einem langen Zitat: Insbesondere den jungen Schützen galt der Rat, "dem Präsidenten mit Achtung" entgegenzukommen, insbesondere in Versammlungen. "Ihr ehrt damit nicht ihn allein, sondern Euch selbst", zitierte Küx den einstigen Ehrenpräsidenten Martin Esser.

(S.M.)