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Rommerskirchen: 400 Gäste beim Neujahrsempfang

Rommerskirchen : 400 Gäste beim Neujahrsempfang

In seiner ersten Neujahrsansprache würdigte Bürgermeister Martin Mertens die Gemeinde als "echte Bürgerkommune". Landrat Hans-Jürgen Petrauschke rief in seiner Rede zur Wachsamkeit gegenüber Fremdenfeindlichkeit auf.

Zum mittlerweile zehnten Mal war die Ansteler Schützenhalle gestern Schauplatz des Neujahrsempfangs der Gemeinde Rommerskirchen. Nicht allein Rathaussprecher Elmar Gasten war erstaunt über die enorme Besucherresonanz: Mit knapp 400 Gästen war der Neujahrsempfang so gut besucht wie seit langem nicht.

In seiner ersten Neujahrsrede erinnerte Bürgermeister Martin Mertens an sein Wort von der "Demut vor den Bürgerinnen und Bürgern", das im Sommer schon Leitmotiv seiner ersten Rede vor dem Gemeinderat war. "Im politischen Alltag möchte ich uns allen diese Demut vor dem Bürger als gemeinsame Verpflichtung für unser Rommerskirchen ans Herz legen", betonte Mertens. Die "hohen Erwartungen der Bevölkerung" seien für ihn "ein bleibender Auftrag", versicherte der seit etwas mehr als einem halben Jahr amtierende Bürgermeister. Der Wettstreit um die besten Ideen sei spannend, führe jedoch mitunter zu Konflikten. Gleichwohl sei "nicht der Konflikt um des Konfliktes willen unser Ziel", so der Bürgermeister.

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An seinen Vorgänger Albert Glöckner anknüpfend, erklärte Mertens: "Ich werde tun, was ich kann und geben, was ich habe, um die Lebensbedingungen in unserer Gemeinde weiter zu verbessern." Jung und Alt sollten sich in der Gemeinde wohlfühlen. Martin Mertens nannte neben "zeitgemäßen Wohnformen für Singles, Familien und Senioren" auch einige andere Bedingungen dafür: Einkaufsmöglichkeiten vor Ort seien ebenso wichtig wie die Bildungs- und Betreuungssituation und oftmals auch Arbeitsplätze nahe am Wohnort. Mertens setzt dabei auch auf die Zusammenarbeit mit den Vereinen und anderen Ehrenamtlern, die Rommerskirchen zu "einer echten Bürgerkommune" machten. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sprach die Terroranschläge in Frankreich an und rief dazu auf, auch hierzulande "wachsam zu sein."

"Religion ist kein Grund zum Töten", sagte Petrauschke, der vor Fremdenfeindlichkeit warnte, für die es "gar keinen Grund" gebe. Was ihn optimistisch stimmt, ist die "funktionierende Gesellschaft", in der die Bürger nicht nur in Rommerskirchen oder dem Rhein-Kreis Neuss lebten. Außer dem Landrat konnte Martin Mertens die beiden SPD-Landtagsmitglieder Rainer Thiel und Reiner Breuer ebenso willkommen heißen wie den Jüchener Bürgermeister Harald Zillikens, Grevenbroichs Vizebürgermeister Edmund Feuster und last but not least seinen Vorgänger Albert Glöckner. Mit der Ehrengabe der Gemeinde zeichneten Martin Mertens und seine Stellvertreterinnen Maria Peiffer und Bianka Mischtal Gertrud Kremer-Schlllings aus Eckum, Gottfried Leuffen aus Nettesheim und Heinz Höckendorf aus Vanikum aus.

(NGZ)