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Rommerskirchen: Jubiläum mit Don Kosaken

Rommerskirchen : Jubiläum mit Don Kosaken

Zu seinem 90-jährigen Bestehen sang der Männergesangverein Vanikum vor ausverkauftem Haus – in der Landwirtschaftshalle von Peter Küx. Die Attraktion des Abends waren die Don Kosaken mit Maxim Kowalew.

Zu seinem 90-jährigen Bestehen sang der Männergesangverein Vanikum vor ausverkauftem Haus — in der Landwirtschaftshalle von Peter Küx. Die Attraktion des Abends waren die Don Kosaken mit Maxim Kowalew.

Mit diesem Ansturm hatten die Jubilare nun wirklich nicht gerechnet: 200 Karten hatte der Männergesangverein (MGV) Vanikum für sein Konzert anlässlich des 90-jährigen Bestehens verkaufen können. Womit die Sänger nicht unzufrieden gewesen wären. An der Abendkasse setzte jedoch noch einmal ein Ansturm ein.

Die erstmals zum Konzertsaal umfunktionierte Landwirtschaftshalle von Sangesbruder Peter Alois Küx drohte schier zu bersten. Unbestrittene Stars der Konzerts waren die Don Kosaken von Maxim Kowalew.

Schon während des vorangegangenen Festgottesdiensts mit Pfarrer Norbert Müller hatten die sieben russischen Sänger eine Kostprobe ihres Könnens abgegeben. Beim Konzert selbst konnte man die vielzitierte Stecknadel fallen hören. Selbst die Festgäste auf dem Außengelände verstummten und lauschten gebannt den Don Kosaken, die mit russischen und kosakischen Volksliedern aufwarteten.

Unter den Zuhörern befand sich auch "Dirigenten-Legende" Adi Herrmanns, der bei den Jubilaren mehr als vier Jahrzehnte lang den Taktstock schwang. "Das kann man mit noch so viel Üben nicht erreichen, dafür musst du etwas mitbringen", meinte Heinz Kropp vom Quartettverein Nettesheim anerkennend.

Der ausgebildete Opernsänger Maxim Kowalew hat den Chor in den 90er Jahren gegründet. Sein Ziel ist es, das musikalische Erbe russischer Melodien zu bewahren. Das Auditorium zu begeistern, ist dem am Abend zuvor noch in Rostock gastierenden Chor jedenfalls in Vanikum restlos gelungen. Zum Auftakt des Konzerts sangen die Jubilare selbst sowie die mit ihnen seit Jahren in einer Chorgemeinschaft verbundenen Nettesheimer Sänger.

Bei "Zieh in die Welt" präsentierte sich Dirigent Marian Draga als Solist, was auch nicht bei jedem Konzert des vereinigten Männerchors vorkommt. Gemeinsam stimmten dieser und die Don Kosaken dann zum Finale "Ich bete an die Macht de Liebe" an.

Schirmherr Uwe Wiegelmann würdigte den 1921 gegründeten Männergesangverein als "eine der Lebensadern, die ein Dorf wie Vanikum lebenswert machen." Die obligatorische Spende hatte Wiegelmann ebenfalls mitgebracht. Die Landwirtschaftshalle soll frühestens zum 100-Jahr-Jubiläum 2021 wieder als Konzertsaal fungieren. "So lange ist es bis dahin ja nicht mehr", meint Wiegelmann.

(NGZ)