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Rommerskirchen: Zehn Dörfer voller Ideen

Rommerskirchen : Zehn Dörfer voller Ideen

Zehn Orte nehmen am Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" teil. Gestern war die Jury in der Gemeinde Rommerskirchen zu Gast. Vertreter der örtlichen Vereine übernahmen die Führung.

Derart rege hat sich die Gemeinde schon lange nicht mehr am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" beteiligt: Zehn der 17 Ortschaften sind diesmal im Rennen. Ramrath und Villau bilden heute den Schlusspunkt der Begehung, nachdem die Bewertungskommission gestern in acht Ortschaften zu Gast war: "Ich denke, wir haben uns wacker geschlagen", resümierte Paul-Rolf Essel nach der Traktorfahrt durch Eckum. Was für ihn ein besonderes Kennzeichen des Orts ist? "

Die Fülle der gemeinschaftlichen Aktivitäten", wobei der Eckumer Lokalhistoriker zum Beispiel den Bürgerschützenverein nennt, aber auch das Kulturcafé oder die Rommerskirchener Tafel.

Vereine arbeiten zusammen

Ähnlich sieht es Peter Alois Küx für Vanikum: "Wir haben so viele örtliche Vereine, die zusammen und nicht gegeneinander arbeiten, um Erfolg zu haben", sagt der Chef der St. Hubertus-Schützen. Auch in anderen Ortschaften spielen die Schützen die federführende Rolle bei örtlichen Projekten. Dies konnte Vize-Bürgermeisterin Martina Fünger beim Rundgang durch Nettesheim und Butzheim verdeutlichen: Ob es nun um den Martinuspark, das neu gestaltete Königseck oder die Begegnungsstätte Alte Schule geht — ohne die St. Sebastianus-Bruderschaft gäbe es diese Einrichtungen schlichtweg nicht (mehr).

Brudermeister Johannes Fünger ist jedenfalls "mehr als stolz" auf die "Buddeltruppe" der Bruderschaft, die noch in den vergangenen Tagen im Einsatz war, um das Doppeldorf ins rechte Licht zu rücken.

In Frixheim führte Theo Paschen die Kommission: Immerhin war die Bruderschaft dort bis vor einigen Wochen mit der Herrichtung ihres neuen Festplatzes beschäftigt. Auch in Widdeshoven-Hoeningen hat es nach den Worten von Hans Beckers, dem Geschäftsführer der Schützen, im Vorfeld keinen Aktionismus gegeben.

Bei der Besichtigung lenkten die örtlichen Vertreter den Blick auch auf die Gestaltung des Neubaugebiets "Am Goldberg": Dort sei die Anbindung ans Dorf deutlich besser gelungen als etwa im Bereich des Ludger- und Sigwinrings im Bereich der Rathausstraße. Hans Scho von den Oekovener Sebastianern führte die Kommission schließlich vom Festplatz und dem erst kürzlich eingeweihten Bürgerpark zum historischen Ortskern und der St. Briktius-Kirche. Auch in Oekoven sind in erster Linie die Schützen für die Belange des Bürgerparks verantwortlich.

"Wichtig sind uns gemeinschaftliche Initiativen, die aus dem Dorf kommen", beschreibt Kommissionsleiter Johannes Nordmann die Bewertungskriterien. Nicht auf ein paar Blumenkästen mehr oder weniger komme es also an, sondern darauf, dass in den Orten tatsächlich Leben herrscht.

(NGZ/rl)