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Rommerskirchen: Schnelles Internet noch in 2011

Rommerskirchen : Schnelles Internet noch in 2011

Frühestens im September wird der Zeitplan stehen, nach dem die Telekom Haushalte mit schwachen Internetverbindungen nachrüsten wird. Dezernent Bernd Sauer ist zuversichtlich, dass dies noch dieses Jahr klappt.

Bis die noch unterversorgten Teile der Gemeinde mit einem deutlich verbesserten Internetanschluss ausgestattet sind, kann es noch eine Weile dauern. Zwar ist der Vertrag mit der Telekom seit Ende Mai unter Dach und Fach, doch einen "voraussichtlichen Verfügbarkeitstermin", wie ein Zeitplan bei der Telekom heißt, gibt es derzeit noch nicht.

Bernd Sauer, im Rathaus für die Verhandlungen mit der Telekom zuständiger Dezernent, rechnet damit, dass es Anfang September soweit sein könnte. Auch wenn konkrete Angaben derzeit noch nicht möglich seien, ist Sauer zuversichtlich, dass die anstehenden Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden: "Da gehe ich fest von aus." Gibt es erst einmal einen Zeitplan, könnte es unter Umständen recht zügig gehen: "Die Hauszuführungen sind alle da, es geht eigentlich nur darum, mehr Leistung auf die Leitungen zu legen", sagt Sauer. "Es könnte dann durchaus eine Hau-Ruck-Aktion werden", so der Dezernent.

Fördermittel des Landes

Mit umfangreichen und zusätzlich Zeit kostenden Tiefbauarbeiten rechnet er jedenfalls nicht. Fast auf den Tag genau vor fünf Jahren hatte Telekom-Vetreter Gregor Theißen bei einer Bürgerversammlung in Oekoven eine schnelle Lösung ausgeschlossen. Schnelle DSL-Anschlüsse auf dem flachen Land seien schlicht nicht rentabel, hieß es damals. Bernd Sauer vermutet, dass diese Argumentation noch heute gelten würde, wenn nicht das Land Fördermittel für unterversorgte Gebiete zur Verfügung gestellt hätte. Dennoch müssen sich Gemeinde und Bürger noch in Geduld üben.

Bereits zu Jahresbeginn war von der Bezirksregierung die Genehmigung des Antrags der Gemeinde in Aussicht gestellt worden. Zunächst sorgte die prekäre Haushaltssituation für eine Verschiebung. Danach fehlte es an einem "Durchführungserlass". Den gibt es nun seit vergangener Woche, doch die Genehmigung als solche lässt weiter auf sich warten. Unter dem Strich geht es um rund 150.000 Euro.

Der aktuelle Stand: Die Hälfte des Betrags könne für dieses Jahr bewilligt werden. Für 2012 wären dann die übrigen 75 000 Euro fällig, doch davon sind erst 75 Prozent gesichert. Gleichwohl ist Sauer guter Dinge: "Wir sind die erste Gemeinde, die diesen Antrag gestellt hat und stehen auf der Förderliste ganz oben. Zudem ist uns immer ein positiver Bescheid signalisiert worden." Der noch nicht bewilligte Zuschuss soll aber keinen Einfluss auf den Beginn der Arbeiten haben: "Wir fangen in jedem Fall an", sagt Bernd Sauer.

(NGZ/rl)