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Rommerskirchen: Netzwerk öffnet sich für Jüngere

Rommerskirchen : Netzwerk öffnet sich für Jüngere

Die Theatergruppe ist längst die größte Abteilung des Netzwerks 55plus. Der Ratssaal reichte jetzt kaum, um allen Theaterenthusiasten bei einem Info-Treffen Platz zu bieten.

Nicht erst seit dem kürzlich gefeierten Sommerfest des Netzwerks 55plus hat Beate Plück ihren Spitznamen weg: Denn sie firmiert als "Quotenqueen" der Netzwerker. Sind schon die zwei Jahre des Netzwerks eine Erfolgsgeschichte, so gilt das in besonderem Maße von dessen Theatergruppe. Die hat zwar erst Anfang 2010 ihren Betrieb aufgenommen, doch ist dann richtig durchgestartet.

Mit zunächst 26 Theaterenthusiasten ging es einmal monatlich nach Düsseldorf, doch schon bald stieg die Nachfrage gewaltig: In diesem Jahr sind es bereits 62 regelmäßige Teilnehmer und für die kommende Theatersaison "hoffen wir, diese Zahl noch zu übertreffen", erzählt Beate Plück. "Wir", das sind auch ihre Mitstreiterinnen Irene Flegel, Annemie Kieren und Edeltraut Bemba.

Die Aufgabenverteilung unter den vier theaterbegeisterten Frauen ist klar: Irene Flegel kümmert sich um die Vertragsabschlüsse, Annemie Kieren ist für die Finanzen zuständig und gemeinsam stellt das Quarett das jeweilige Jahresprogramm zusammen.

Auch Kinder willkommen

Das Theaterteam hatte jetzt zu einem Info-Treffen in den Ratssaal geladen. Auch wenn noch nicht genau feststeht, wie viele Teilnehmer im Herbst dabei sein werden, "mit zwei großen Bussen" ist 2012 in jedem Fall zu rechnen. "Ich könnte jeden Tag ins Theater gehen", sagt Beate Plück. Doch Interesse daran könne ja nicht an einem bestimmten Alter fest gemacht werden. Gern sähe die 68-jährige Nettesheimerin daher auch Jugendliche und Kinder in der bunt gemischten Reisegesellschaft. Schließlich sprächen die Stücke, die sie und ihre "Kolleginnen" aussuchen, sicher auch jüngere Menschen an.

Klassische Opern

Besondere "Renner" im Angebot sind Beate Plück zufolge klassische Opern, aber auch Komödien finden starke Resonanz. Gleiches gilt für den "Zauber der Melodie", der am 16. Oktober wieder in der Düsseldorfer Tonhalle auf dem Spielplan steht. "Das Stück ist toll", schwärmt Beate Plück, die sicher ist, dass dann wieder eine besonders starke Nachfrage herrschen wird.

So gern das Theaterteam die Buchungen als "Gesamtpaket" vornehmen würde, auch "Springer", die sich nur für ausgewählte Vorstellungen interessieren, sind natürlich willkommen, wenngleich es die Organisation ein wenig erschwert. Auch Kurzentschlossene können ihr Glück versuchen und darauf hoffen, dass sich in einem der Busse noch ein Platz finden wird.

(NGZ/rl)