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Rommerskirchen: Kulturkreis feiert mit Festival

Rommerskirchen : Kulturkreis feiert mit Festival

Der zehn Jahre alte Kunst- und Kulturkreis (KuKuK) hatte zu einem zweitägigen Festival mit Musik und Literatur in die Butzheimer Begegnungsstätte geladen. Im Zentrum standen aber die Werke von acht KuKuk-Malern.

Eine offizielle Geburtstagsfeier war es für den inzwischen zehn Jahre alten Kunst und Kulturkreis KuKuK nicht. Trotzdem hatten die Ansprachen und Reden beim "KuKuK-Festival 2011" den Charakter von Geburtstagsgrüßen.

Bürgermeister Albert Glöckner und die Neusser Kunsthistorikerin Gabriele Bundrock-Hill zogen aber doch eine kleine Bilanz und zeigten sich bei der Eröffnung des Festivals in der Butzheimer Begegnungsstätte Alte Schule überzeugt, dass der KuKuK nicht allein zu einer Bereicherung der Gemeinde, sondern der regionalen Kunstlandschaft geworden sei.

Künstlerische Kräfte bündeln

Keineswegs gehe es dem KuKuK nach den Worten von Gabriele Bundrock-Hill darum, "nur eine ,sinnstiftende Freizeitgestaltung' in der Provinz zwischen den Metropolen Düsseldorf und Köln zu sein." Vielmehr gehöre es zum Selbstverständnis des KuKuK, die künstlerischen Kräfte in der Region zu bündeln und zu mobilisieren.

Insgesamt acht bildende Künstler — sechs Frauen und zwei Männer — waren zwei Tage lang mit ihren Werken in der Begegnungsstätte präsent. "Weitere Menügänge", wie Bürgermeister Albert Glöckner es nannte, waren Lesungen und musikalische Intermezzi. "Ein solches Menü wird einem nicht alle Tage aufgetischt", sagte der Bürgermeister. Womit er recht hatte, denn in zehn Jahren KuKuK-Geschichte war es erst das dritte mehrtägige Festival.

Keiner der acht Aussteller sei einem verbindenden Thema verpflichtet. Vielmehr sei es "ganz die eigene künstlerische Individualität, die hier im Mittelpunkt steht", erläuterte Gabriele Bundrock-Hill zur Ausstellungseröffnung. Die Spannbreite der Exponate reichte von Abstraktion zu Gegenständlichkeit, von starkem Expressionimus bis hin zu "zarten, verlaufenden Farben des Aquarells", wie Gabriele Bundrock-Hill deutlich machte.

Die Vorstellungskraft des Betrachters sei etwa bei der geometrisch ausgerichteten Konstruktion "Meer" von Margo Braun gefordert, erklärte die Expertin. Dies gelte gleichermaßen für die "Lebenslinien" des Oekovener Malers Wolfgang Haus, dessen "Menschgruppen I und II" das Experiment mit der unterschiedlichen Strahlungs- und Wirkkraft von Farben illustrierten.

Licht und Schatten sind bestimmende Elemente für Christa Mülhens-Seidl, die mit einer "Moorlandschaft" ebenso in Butzheim vertreten war, wie mit einem Bild der "Speicherstadt". Dem Arbeitskreis Bild attestierte die Kunsthistorikerin, sich "bürgernah" präsentiert zu haben. Vielleicht sei dabei sogar "die Überzeugung gelungen, dass über die Kunst alles möglich ist: ein neuer persönlicher Ansatz, ein gutes Stück Illusion oder ein rechtes Maß an Selbstverwirklichung", sagte Bundrock-Hill.

(NGZ/rl)