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Rommerskirchen: Weniger Kinder bei Ferienaktion

Rommerskirchen : Weniger Kinder bei Ferienaktion

Erstmals seit Jahrzehnten ist die Zahl der Teilnehmer an der Frixheimer Ortsranderholung gesunken. "GIL'ty"-Leiter Christoph Schwiedergall sieht den demografischen Wandel als eine Ursache.

War die Frixheimer Ortsranderholung mit zeitweise über 200 teilnehmenden Kinder Jahrzehnte lang die größte in der Gemeinde, wird ihr diesmal wohl in wenigen Wochen die Rommerskirchener Ferienfreizeit den Rang ablaufen. Statt der in den vergangenen Jahren üblichen 150 Kinder, sind in dieser Woche nur noch 130 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 14 Jahren bei dem Ferienspektakel dabei.

Der Trend zu geringeren Teilnehmerzahlen war schon im vergangenen Jahr absehbar: "Damals konnten wir es noch auffangen, diesmal ist uns dies nicht gelungen", sagt Christoph Schwiedergall. Der Leiter des Butzheimer Jugendtreffs "GIL'ty" zeichnet auch für die Ortsranderholung verantwortlich, bei dem ihm diesmal die Rekordzahl von 25 ehrenamtlichen Betreuern zur Hand geht.

Ein Grund für die etwas gesunkene Resonanz des Ferienprogramms ist nach Schwiedergalls Worten die Tatsache, "dass es aus der Offenen Ganztagsschule weniger Anmeldungen gab." Darüber hinaus spielt aber auch wohl der viel zitierte demografische Wandel eine Rolle: "Es gibt halt einfach weniger Kinder, die teilnehmen könnten", sagt Schwiedergall. Diejenigen Jungen und Mädchen, die sich seit Montag auf dem Gelände der Gemeinschaftsgrundschule tummeln, kümmert dies alles überhaupt nicht.

"Phantasia" lautet das Motto der Woche, wobei natürlich der bestens bestückte Bauspielplatz wieder der Renner schlechthin ist. Was übrigens den Betreuern zufolge inzwischen auch für Mädchen gilt, die sich ebenso gern wie die Jungen einmal als Nachwuchs-Zimmerleute versuchen. Mit vereinten Kräften ist es jedenfalls gelungen, schon am ersten Tag eine ansehnliche Budenstadt "zusammenzubrettern". Zwei gut gefüllte Container mit Holz hat die EGN gestellt — das Jugendamt war hier wieder einmal vermittelnd tätig geworden.

Angesichts des geringfügig angehobenen Preises haben die Veranstalter auch den Speise- und Getränkeplan verändert: Eistee wurde Christoph Schwiedergall zufolge durchgängig gestrichen. Stattdessen gibt es nun Apfelschorle zum Mittagessen und ansonsten Wasser — von Unmutsbekundungen der kleinen Kundschaft war gestern noch nichts zu vernehmen.

Ansonsten wird viel gebastelt und für die große Abschlussparty am Donnerstag geprobt. Die beginnt um 17 Uhr und eingeladen sind dann auch die Eltern, um sich einmal persönlich anzusehen, was ihre Sprösslinge in den vergangenen Tagen veranstaltet haben.

(NGZ)