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Rommerskirchen: Neuer Bahnhof wird teurer

Rommerskirchen : Neuer Bahnhof wird teurer

Für die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds muss die Gemeinde voraussichtlich 374 000 Euro selber zahlen. Der Rat stimmte der aktualisierten Planung zu. Nun wird der Förderantrag gestellt.

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds wird teurer als erwartet. Bürgermeister Albert Glöckner kommentierte im Rat: "Sie werden mit Abscheu und Entsetzen festgestellt haben: Die Zahlen sind ein bisschen größer geworden." Unter dem Strich wird die bisherige "Schallmauer" von 300 000 Euro Eigenbeteiligung durchbrochen.

Nach der jüngsten Berechnung muss die Gemeinde nun mit Ausgaben in Höhe von 374 000 Euro rechnen. Bereits gezahlt wurden knapp 197 000 Euro für Grundstückskäufe, so dass der Eigenanteil Rommerskirchens an dem voraussichtlich über 2,9 Millionen Euro teuren Gesamtprojekt insgesamt bei 571 000 Euro liegen wird.

Keine Anregungen von Bürgerseite

Sarah Quadt vom Kölner Ingenieurbüro Vössing präsentierte den Politikern die aktualisierte Planung. Im Beteiligungsverfahren haben sich bisher nur Behörden zu Wort gemeldet, Anregungen und Bedenken der Bürger hat es bislang nicht gegeben. Statt 209 Parkplätze soll es nun lediglich noch 204 geben.

"Der VRR wollte statt drei nun fünf Parkplätze für Behinderte", begründete Sarah Quadt die Verringerung. Teurer als zunächst angenommen wird die neue Unterführung. War für deren Treppe zunächst eine Breite von 3,40 Meter vorgesehen, soll sie nun auf vier Meter ausgeweitet werden. Kosten wird allein die Unterführung 450 000 Euro.

Bevor auf dem Bahnhofsareal gebaut werden kann, sind Abrissarbeiten nötig. Dies gilt für ein Gebäude der Bahn im Bereich der für die Unterführung geplanten Rampe ebenso wie für die sich auf dem benachbarten Gelände der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft befindenden Silos. Nicht betroffen sind die Oberleitungsmasten.

Im Zuge des Umbaus sollen die gesamten Verkehrsflächen im Bahnhofsumfeld erneuert werden. Die Bahnstraße erhält — insbesondere im Interesse des Busverkehrs — einen Linksabbiegerstreifen. Die Straße Hermeshoven soll künftig direkt in die Bahnstraße münden. Geplant ist, die Stellplätze für Fahrräder zu bündeln. Anstelle des bisherigen Steinmetzbetriebs Dunkel — das Gelände hat die Gemeinde gekauft — ist eine Fahrradstation geplant.

Die Politik stellte lediglich Detailfragen zur Planung. Die Kostensteigerung spielte bei der Diskussion im Rat keine Rolle. Einstimmig beauftragte der Rat die Verwaltung, auf Basis der jetzigen Planung den Förderantrag zu stellen.

(NGZ)