1. NRW
  2. Städte
  3. Rommerskirchen

Rommerskirchen: Gemeinde stellt Förderanträge für Bahnhof

Rommerskirchen : Gemeinde stellt Förderanträge für Bahnhof

Für die Planung der Neugestaltung des Eckumer Bahnhofs wird die Gemeinde einen Förderantrag an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) stellen. Hierzu hat der Gemeinderat grünes Licht gegeben. Ein neuerlicher Antrag war aus formalen Gründen nötig geworden, nachdem die Gemeinde sich bereits 2009 an den VRR gewandt hatte. Im Förderkatalog des VRR werden für den neuen Bahnhof Gesamtkosten von mehr als 1,2 Millionen Euro veranschlagt – 85 Prozent hiervon würde der VRR übernehmen. Gleichzeitig wird es auch einen Förderantrag für die Einrichtung weiterer Fahrradabstellplätze geben.

Hierfür liegen die Kosten bei rund 160 000 Euro – der von Rommerskirchen zu tragende Eigenanteil betrüge 25 000 Euro. Nachdem die Gemeinde bereits in den vergangenen Jahren 57 solcher Stellplätze schaffen konnte, sind jetzt weitere 130 Fahrradständer geplant. Dass hierfür Bedarf vorhanden ist, steht für die Verwaltung außer Frage: Provisorisch hat die Gemeinde zusätzlich zu den bereits vorhandenen 57 Fahrradständern gut 70 zusätzliche aufgestellt – selbst in den Wintermonaten seien diese zu mehr als der Hälfte ausgelastet gewesen. Eine gute Nachricht gibt es hinsichtlich der Förderung für den ebenso teuren wie notwendigen barrierefreien Zugang. Laut Bürgermeister Albert Glöckner bahnt sich eine Lösung an; in Kürze soll es ein Gespräch im Verkehrsministerium geben.

Ungeachtet der Zustimmung der CDU zu den Förderanträgen machten Fraktionschef Wolfgang Könen und Holger Hambloch Kritik an der Planung für den Bahnhof geltend: Könen vermisst "eine erkennbare Planung für das gesamte Quartier vom Steinbrink bis zum Bahnhof." Stattdessen gebe es nur "hastige Maßnahmen".

Während für die Neugestaltung der Venloer Straße eine Planwerkstatt gebildet worden sei, "wird ein Thema mit solch herausragender städtebaulicher Bedeutung wie der Bahnhof in kleinsten Schritten ohne eine erkennbare Gesamtplanung in Auftrag gegeben", kritisiert Könen. "Wir wissen derzeit überhaupt nicht, wo der Zug hinfährt", so der Christdemokrat.

(NGZ)