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Rommerskirchen: Radweg an K26 kann nicht gebaut werden

Rommerskirchen : Radweg an K26 kann nicht gebaut werden

Bereits seit vielen Jahren war der Neubau eines Radwegs entlang der K 26 zwischen Evinghoven und Deelen ein fester Bestandteil im Radwegeprogramm des Rhein-Kreises. Der verwarf die Pläne nun. Nachdem das Projekt von Jahr zu Jahr verschoben worden war, schien seine Verwirklichung noch im Frühjahr 2010 ganz nahe gerückt zu sein.

Peter Sienko vom Ingenieurbüro Isaplan stellte die Planung sowohl im Verkehrsausschuss des Kreises als auch im Rommerskirchener Bauausschuss vor. Der Rat hatte keine Einwände und befürwortete damals, dass der Förderantrag gestellt wird. Letzten Endes haben die Verantwortlichen die Rechnung jedoch ohne einen betroffenen Eigentümer gemacht: Nach einem im Sommer geführten Gespräch mit allen Eigentümern kam der Kreis diesen insoweit entgegen, als der vorgesehene Eingriff in private Flächen um drei bis vier Meter reduziert wurde. Die Eigentümer zeigten der Verwaltung zufolge zumindest Gesprächsbereitschaft – mit einer einzigen Ausnahme. Wie Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert jetzt den Bauausschuss informierte, "konnte trotz der Unterstützung eines Ratsmitglieds keine Verkaufsbereitschaft erzielt werden." Der Rhein-Kreis machte hierauf kurzen Prozess mit dem Projekt. Der Gemeinde hat er inzwischen mitgeteilt, dass die Planungen eingestellt worden sind. Theoretisch bliebe die Möglichkeit einer Enteignung, aber von einem derart scharfen Schwert pflegen die Verantwortlichen keinen Gebrauch zu machen. Ein besonders markantes Beispiel bot vor einigen Jahren der Neubau der Kreisstraße in Villau und Ramrath. Entsprechende Planungen hatten mehr als ein Jahrzehnt auf Eis gelegen, weil mit den Eigentümern keine Einigung erzielt werden konnte.

(NGZ)