Alpen: Peinliche Datenpanne im Rathaus Alpen

Alpen: Peinliche Datenpanne im Rathaus Alpen

Die Gemeindeverwaltung in Alpen hat 106 Absagen unverdeckt an Stellenbewerber verschickt. Jeder der Bewerber konnte somit in der E-Mail die Namen seiner Mitbewerber lesen. Nun hat sich der Bürgermeister persönlich entschuldigt.

Im Alpener Rathaus ist eine peinliche Datenpanne passiert: 106 Bewerbern auf eine ausgeschriebene Stelle im Sozialamt ist die Absage per E-Mail so zugesandt worden, dass jeder Empfänger den kompletten Verteiler, also die Namen aller Betroffenen, einsehen und lesen konnte. Das ist ein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen. Jetzt droht Ärger.

"Die Sache ist uns sehr unangenehm", sagte Bürgermeister Thomas Ahls, der nichts beschönigen möchte: "Das war ein großer Fehler, der da begangen wurde. So etwas darf nicht passieren." Erstmals habe die Gemeinde ein Ausschreibungsverfahren komplett online durchgeführt. Ahls: "Dabei haben wir das normale Verfahren angewendet, haben eine Auswahlkommission gebildet. Zunächst sind zehn Kandidaten in die engere Wahl gekommen, letztlich lief es auf einen geeigneten Bewerber hinaus."

Der Mitarbeiter der Verwaltung habe dann allerdings versäumt, die Mail-Adresse verdeckt einzutragen und habe sie nur unter "CC" abgefasst, so dass jeder der 106 Empfänger lesen konnte, wer sich noch beworben hatte. Thomas Ahls: "Den Mitarbeiter hat dieser Fehler schwer mitgenommen, er bedauert ihn zutiefst." Als schon wenige Minuten nach dem Versenden der Mail die ersten Protest-Antworten kamen, wurde das Ausmaß klar. Thomas Ahls: "Ich habe daraufhin alle Betroffenen persönlich angeschrieben und um Entschuldigung gebeten." Zudem habe die Verwaltung Selbstanzeige beim Landesdatenschutzbeauftragten erstattet und sich mit der Kommunalversicherung in Verbindung gesetzt.

Denn die Gemeinde muss mit Konsequenzen rechnen: Einige der Betroffenen drohen mit Klage und fordern sogar eine komplette Wiederholung des Stellenbesetzungsverfahrens.

(RP)