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Rheinberg: Deponie bleibt mindestens bis 2030 geschlossen

Rheinberg : Deponie bleibt mindestens bis 2030 geschlossen

Ausschuss für Bauen und Abfallwirtschaft des Kreises schaute sich gestern die Halde in Rheinberg-Winterswick an.

Frühestens in den Jahren 2030 bis 2035 wird die Nachsorge der ehemaligen Mülldeponie Winterswick in Rheinberg abgeschlossen sein. Erst danach kann das Gelände der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden - in welcher Form auch immer. Das erfuhr der Kreisausschuss für Bauen und Abfallwirtschaft gestern auf der Halde vor Beginn der Ausschusssitzung, die diesmal im Rheinberger Stadthaus stattfand.

Bislang hat die Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet (AGR) neun der 21 Hektar Deponiefläche abgedichtet. Bis 2018 soll nun Jahr für Jahr ein Bauabschnitt mit je drei Hektar folgen. Die Abdichtung, mit der 2011 begonnen worden ist, soll dann ein Jahr später beendet sein als ursprünglich geplant. Ende 1996 ist die Deponie geschlossen worden. Danach wurde zunächst eine Zwischenabdichtung eingezogen", erläuterte Detlef Löwe, Betriebsleiter in Winterswick. Bei der eigentlichen Abdichtung werden auf die oberste Abfallschicht bis zu 30 Zentimeter mineralische Abdeckung aufgebracht, darauf kommen 60 Zentimeter Trag- und Ausgleichsschicht und schließlich zehn Zentimeter organische Schicht. Nach 2018 soll dann mit der Rekultivierung begonnen werden.

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Finanzielle Rücklagen seien in ausreichendem Maße vorhanden, sagte Stephan Kaiser, Prokurist bei der AGR. Er verwies darauf, dass aus dem Methangas der Deponie pro Jahr eine Million Kilowattstunden Strom gewonnen werden. Das Oberflächenwasser - derzeit 24 000 Kubikmeter pro Jahr, es reduziert sich nach Angaben von AGR-Ingenieur Ulrich Rode allerdings von Jahr zu Jahr - wird über Randgräben in die Versickerung geleitet. Weil Gehölze tiefer wurzeln als angenommen und so die Abdichtung beschädigt werden kann, sind die Deponieplaner dazu übergegangen, Grünflächen anzulegen.

Auf der Winterswicker Deponie existieren rund 60 "Gasdome", die für einen permanenten Unterdruck sorgen. "Das Gas wird abgesaugt, dann geht es in die thermische Verwertung", sagte Betriebsingenieur Rode, der gestern darauf verwies, dass bereits 45 000 Kubikmeter Erdmaterial für den nächsten Bauabschnitt zur Verfügung stehen.

(RP)