Basketball : TG geht im Kellerduell unter

Nach äußerst sparsamer Leistung unterlagen die Neusser Basketballerinnen gestern Abend in Grünberg deutlich mit 58:82 und fielen damit auf den letzten Platz zurück. Danielle Cooper erzielte bei ihrem soliden Debüt 15 Punkte.

Grünberg/Neuss Nach der bitterbösen 58:82-Pleite (Halbzeit 27:43) seiner Schützlinge in Grünberg benötigte der Neusser Trainer Mathias Gierth exakt fünf Wörter, um den Sturz ans Tabellenende der Zweiten Basketball-Bundesliga Nord zu erklären: "Das war nicht unser Spiel."

Es kam in der Tat so einiges zusammen für den Neuling. Etwa die gewöhnungsbedürftigen äußeren Umstände in Grünberg: Den Weg von den Umkleidekabinen bis zur Halle mussten die Spielerinnen bei eisiger Kälte im Freien bewältigen. "In der Halle herrschten dann Temperaturen von gefühlten minus fünf Grad und meine Halbzeitansprache fand in einer Abstellkammer statt", monierte Gierth, der folgerichtig von zweitligaunwürdigen Zuständen sprach. Als Entschuldigung für den mauen Auftritt wollte er diese Unzulänglichkeiten indes nicht verstanden wissen. "Vielleicht kommen wir bei Auswärtsspielen ja mit der Anreise nicht zurecht", rätselte der Coach, schränkte jedoch sogleich lächelnd ein: "Bis Grünberg bist du gut zweieinhalb Stunden unterwegs – das ist also fast ein Lokalderby."

Wie auch immer, die Gäste kamen nur zögerlich auf Betriebstemperatur und lagen bereits nach dem ersten Viertel mit 8:26 hinten. Nicht zu verhindern vermochte das auch US-Profi Danielle Cooper (15 Punkte, 5/11 Würfe aus dem Feld), der Gierth am Ende ein solides Debüt bescheinigte: "Sie ist vernünftig angekommen in der Mannschaft." Abgesehen von den Centern Natascha Müsch und Viktoria Jäger (beide zehn Punkte) fehlten der 25-Jährigen freilich auch die Anspielstationen. Die talentierte Kathrin Wischnitzki sah Gierth von den Unparteiischen aus dem Spiel genommen ("Da fehlte eine klare Linie."), Svenja Krings litt ebenso wie der Coach unter Reiseübelkeit, was vor dem nächsten Auswärtsspiel wohl die medizinische Abteilung auf den Plan rufen wird.

Trotzdem gab es eine Phase, in der die Partie hätte kippen können. Zu Beginn des zweiten Viertels zwang der Neuling die Hessinnen mit einer Zonenverteidigung immer wieder zu ungenauen Würfen, ging dann jedoch nicht energisch zum Rebound. "Da fehlt uns die Konsequenz", bemängelte Gierth. "In so einer Phase musst du deine Chance nutzen." Das tat die TG nicht, worauf sich der Trainer in Durchhalteparolen flüchtete: "Solange rechnerisch noch alles möglich ist, geben wir nicht auf."

(NGZ)