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Basketball: Elephants sorgen für Hochstimmung

Basketball : Elephants sorgen für Hochstimmung

Sie wollten Werbung für sich und den Basketball machen, und genau das gelang: Mit einigem Anlauf zwar, dann aber umso mitreißender versorgte Regionalligist NEW Energie Elephants seine Anhänger mit bestem Sport und schlug den als Favorit angereisten TV Salzkotten mit 102:90 (42:52).

Nach diesem aus Sicht der Hausherren so berückenden Endstand hatte es freilich lange ganz und gar nicht ausgesehen. Vor allem vor der Pause hatten die von Matthias Finke (18 Punkte) und Nick Freer (40) gelenkten Ostwestfalen das Match voll im Griff, lagen mit bis zu 15 Zählern (45:30/18.) vorne. "Da waren wir in der Verteidigung nicht aggressiv genug und haben zu viele einfache Punkte zugelassen", kritisierte Trainer Heimo Förster. In der Kabine ließ es der Coach darum (verbal) mächtig krachen. Prompt lief es besser, wenngleich die Gäste nach Freers erfolgreichem Wurf von jenseits der Drei-Punkte-Linie noch in der 28. Minute mit 71:64 führten.

Doch gegen nun immer beseelter verteidigende Elephants tat sich der zunehmend kopfloser agierende Freer schwer. "Das war eine One-Man-Show", monierte selbst sein Trainer Artur Gazaev, "aber das funktioniert nicht. Im Basketball kannst du nur als Team gewinnen." Genau das waren die Gastgeber. Angeführt von Andreas Fabian (28), neben Goran Stojanovic (16), Marvin Kruchen (15), Patrick Schiele (13) und Hendrik Bellscheidt (12) einer von fünf Elephants, die zweistellige Punktezahlen erreichten, überrannten sie den Gegner förmlich. Die letzten zwölf Minuten entschieden die Erftstädter mit 38:19 zu ihren Gunsten. "Wir waren vielleicht ein bisschen arrogant, und dafür sind wir zu Recht bestraft worden", sagte Gazaev nüchtern.

Bemerkenswert: Selbst als der vollkommen indisponierte Unparteiische Hiner Akrawe (Bonn), dem jegliches Gefühl für das Spiel abzugehen schien, dem im Wurf gefoulten Freer nach einem technischen Foul gegen Bellscheidt fünf Freiwürfe servierte, verloren die Elephants nicht die Nerven. Freer (5/5) verkürzte zwar auf 82:85 (36.), direkt im Anschluss sorgten Stojanovic per Dreier und Bellscheidt jedoch wieder für klare Verhältnisse (90:82/37.). Damit war die Partie entschieden. Für höhnisches Gelächter in der Halle sorgte Akrawe, als er 22 Sekunden (!) vor dem Ende (100:88) Schiele noch ein unsportliches Foul anhängte. Überflüssig.

(NGZ)