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Fußball: Nievenheim holt seinen ersten Titel

Fußball : Nievenheim holt seinen ersten Titel

Die Premiere in der Dormagener Sportarena endete auch mit einem Premierensieg: Durch ein deutliches 4:1 im Endspiel gegen den Außenseiter DJK Gnadental gewann die Mannschaft von Trainer Varol Besikoglu für den VdS Nievenheim zum ersten Mal den Hallentitel.

Auch wenn sich viele Spieler richtige Banden neben den Toren und eine kleinere Spielfläche gewünscht hätten, die wenigsten dürften der Halle am Torfstecherweg als Austragungsort der Endrunde der Fußball-Kreishallenmeisterschaft nachgetrauert haben. Erst recht nicht die Zuschauer, denn sie konnten bei der Premiere in der Arena am Höhenberg das sportliche Geschehen in wesentlich komfortablerer Atmosphäre genießen als in der teils qualvollen Enge in Gustorf. "Das war eine gelungene Premiere", meinte denn auch Kreisvorsitzender Hermann-Josef Koch hinterher, auch wenn mit offiziell 800 zahlenden Besuchern die angepeilte Marke von 1000 Zuschauern verpasst wurde. Dem VdS Nievenheim war's herzlich egal, der Bezirksligist packte die Chance beim Schopfe und holte sich durch einen 4:1-Finalsieg gegen den A-Ligisten DJK Gnadental seinen ersten Hallentitel überhaupt.

Ein hoch verdienter Erfolg, denn die Truppe von Varol Besikoglu ragte aus einer nicht gerade spielerischen Glanz verbreitenden Endrunde heraus. Sie legte die größte Konstanz an den Tag, zeigte alles in allem die schönsten Kombinationen und hatte mit lediglich zwei Gegentreffern aus dem Spiel heraus auch die beste Abwehr. "Das war wirklich ein sehr gutes Turnier meiner Mannschaft, kein Spieler ist von der Leistung her abgefallen", meinte Besikoglu, der das Turnier 2009 als Trainer des TSV Bayer Dormagen schon einmal gewonnen hatte. Und dass er gestern auch einige Spieler im Kader hatte, die den Hallentitel schon mehrmals geholt haben, war sicher auch ein Grund für den letztlich überzeugenden Erfolg. Denn ansonsten waren im Schnitt sehr junge und damit auch unerfahren Teams dabei. Selbst der TuS Grevenbroich, der die Endrunde als Landesliga-Spitzenteam in der Favoritenrolle anging, konnte nicht so viel Siegermentalität in die Waagschale werfen.

"Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Aber letztlich hat sich Nievenheim den Sieg verdient", meinte TuS-Coach Uwe Kühn, der mit seiner Truppe schon im Halbfinale auf Nievenheim traf, weil die Schloss-Städter sich in der Gruppenphase ein 3:3 gegen Gnadental geleistet hatten und deswegen nur als Zweiter unter die letzten Vier kamen. Dort musste das Neunmeterschießen entscheiden, obwohl Nievenheim die besseren Chancen besaß. So war es letztlich verdient, dass der VdS ins Endspiel einzog, wo dann Außenseiter DJK Gnadental wartete. Auch der A-Ligist hatte sich zuvor im Neumeterschießen behauptet, 5:2 hieß es letztlich gegen die SG Orken/Noithausen. Dass seine Mannschaft im Finale bei Gegentoren durch Marek Koziatek, Marcel Poullie, Salvatore Franciamore und Kai Pelzer sowie einem eigenen Treffer von Kamill Niewolik letztlich chancenlos war, nahm DJK-Coach Hermann-Josef Otten seinen Jungs nicht übel: "Natürlich träumt man als Finalist vom Sieg. Aber für uns war schon die Endspielteilnahme der Erfolg."

(NGZ)