Fußball : Neuer Ärger beim VfR 06 Neuss

Eigentlich wünscht sich Reinhard Wendt, leidgeprüfter Präsident des einstmals bedeutenden VfR 06 Neuss, nur eines: "Ruhe im Verein, endlich mal Ruhe!" Doch damit ist's jetzt erst mal wieder Essig. Denn in einer E-Mail an die NGZ-Redaktion teilte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Klinkicht gestern Abend mit, dass er und seine Kollegen Edwin Matheisen, Christian Otte und Ralf Hartstein dem Traditionsklub in dieser Funktion nicht mehr zur Verfügung stünden.

Ausschlaggebend für den gemeinsamen Rücktritt sei, so Klinkickt, "die Amtsniederlegung der Schatzmeisterin Felizitas Wennmacher" gewesen: "Der Geschäftsführer Didi Dahmen hatte schon im Februar das Handtuch geworfen." Da der Verein nun nicht mehr "umfänglich handlungsfähig" sei, empfiehlt Klinkicht den verbleibenden Vorstandmitgliedern dringend, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Wendt sieht die Sache freilich völlig anders. "Laut Satzung ist der Verein weiter beschlussfähig", stellt er klar und das Ausscheiden von Felizitas Wennmacher habe nichts mit dem VfR Neuss zu tun.

Auch die angemahnten Defizite im finanziellen Bereich gebe es nicht. Das Ganze ist für ihn nur Teil eines von Matheisen angezettelten Komplotts, das darauf abziele, ihn zum Rücktritt zu bewegen. "Ich habe darum einen Termin beim Anwalt, um die Dinge gerichtlich klären zu lassen." Dirk Sitterle

(NGZ)