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Hockey: Hockey: Für HTC geht's fast schon um alles

Hockey : Hockey: Für HTC geht's fast schon um alles

Das Wort Endspiel kommt Trainer Andreas Bauch nicht über die Lippen, wenngleich am Sonntag Mittag (12 Uhr) im Hit an der Jahnstraße zwischen seinem HTC SW Neuss und dem nur um einen Punkt besser gestellten Spitzenreiter Großflottbeker THGC schon eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg in die Hockey-Bundesliga fallen könnte. Bauch ordnet das Match vorsichtiger als richtungweisend ein und betont lieber: "Noch haben wir alles selber in der Hand."

Über das Spitzenspiel würde er vor Sonntag am liebsten gar nicht sprechen, denn seine ganze Konzentration gilt für Erste der morgigen Heimpartie gegen den höchst gefährlichen Tabellendritten Rissener SV (16 Uhr). Gerade die Neusser wissen um die Unleidlichkeit der sperrigen Hamburger, die in der Hinrunde sowohl Schwarz-Weiß (4:4) als auch Flottbek (3:3) ganz gehörig zugesetzt hatten. Hinten stehen die Schützlinge von Trainer Kai Britze ausgesprochen kompakt und im Angriff produzieren die Hansestädter um ihren mit Abstand besten Torschützen Philip Weber (11) wenig Ausschuss. Vor allem Strafecken pflegt der schwer im Aufwind befindliche Gast mit Vorliebe zu verwandeln. Wohl nur mit einem Sieg könnte der HTC am Tag darauf Großflottbek wieder von der Spitze holen. Wie die Neusser, die zuletzt beim Club Raffelberg eine überraschende Nullnummer (2:3) hingelegt hatten, sind auch die Hamburger etwas holprig in die Rückrunde gestartet. Vor heimischem Publikum mühten sich die Mannen von Trainer Kai Stieglitz zu einem 4:2-Sieg über dass Schlusslicht Rheydter SV (zur Pause stand es dabei 1:1), beim 2:2 gegen Gladbach verspielten die Hausherren einen 2:0-Vorsprung.

Im temporeichen Hinspiel hatte Nils Leest für die Hamburger erst vier Minuten vor Schluss zum 2:2-Endstand getroffen. In Neuss treffen sich damit zwei Teams auf Augenhöhe. Darum ist Bauch auch heilfroh, dass er am Wochenende im Gegensatz zur Partie gegen Raffelberg seine Bestformation aufbieten kann. Vor allem Sebastian Draguhn, mit 22 Treffern bester Torjäger der 2. Bundesliga, hatte an allen Ecken und Enden gefehlt. Zwar sei der mitten in den Prüfungen zum Jura-Examen steckende Ex-Weltmeister physisch nicht bei hundert Prozent, sagt Bauch, doch seine individuelle Klasse und die Kaltschnäuzigkeit bei der Verwertung von Strafecken sind ihm natürlich trotzdem hochwillkommen.

(NGZ)