Fußball : SCK muss weiter improvisieren

Fußball-Niederrheinligist SC Kapellen braucht dringend noch Punkte, um sich von der Abstiegszone möglichst weit zu entfernen. Deswegen kommt der Partie bei Kellerkind RW Essen II morgen eine große Bedeutung zu.

Kapellen Sich eingehend mit den Stärken und Schwächen des nächsten Gegners auseinanderzusetzen, davon hat sich Trainer Markus Anfang schon lange verabschiedet. Mit Blick auf die nach wie vor extrem angespannte Personallage im Kader des Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen gilt sein Hauptaugenmerk der Zusammenstellung seiner Mannschaft. Das ist vor dem extrem wichtigen Auswärtsspiel morgen (16 Uhr) beim Kellerkind RW Essen II nicht anders.

Denn da ist für den Ex-Profi wieder Improvisieren angesagt. Denn zwei Personalien haben den Status quo vom Ostermontag wieder mächtig durcheinandergewirbelt. Denn der in der Partie gegen Tabellenführer KFC Uerdingen (0:1) schon zur Halbzeit ausgewechselte Rechtsverteidiger Arthur Graf fällt wegen eines grippalen Infekts definitiv aus, und bei Mittelfeldakteur Benjamin Schütz ist nach der Partie gegen den KFC das Knie, das einen Einsatz gegen Goch schon unmöglich machte, wieder angeschwollen. "Er hat die ganze Woche nicht trainiert. Ich hoffe aber, dass es gegen Essen irgendwie wieder geht für ihn", betont Anfang. Andernfalls müsste er das defensive Mittelfeld umbesetzen, weil auch Gabriel Czajor mal wieder aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht. Würde Sven Raddatz zurückgehen, klaffte eine Lücke in der Offensive. Deswegen könnten in Deniz Yedek und Jan Bresser gleich zwei neue Leute in die Startformation rutschen.

In der Defensive gibt es auch mehrere Varianten. Entweder muss Angreifer Kevin Scholz mal wieder als Rechtsverteidiger ran, oder aber Valentin Rittmann rückt nach außen und ein A-Jugendlicher geht in die Innenverteidigung. Gleich neun Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hatte Anfang nämlich gestern Abend zum Training eingeladen. Schon mit Blick auf die nächste Saison, aber auch um sich nach Alternativen für die Partie gegen Essen umzuschauen. "Wir werden schon elf Mann zusammenbekommen. Und die werden alles dafür, die Punkte einzufahren, die wir noch brauchen", gibt sich Anfang kämpferisch. "Leicht ist es nicht, aber möglich."

Der Partie gegen Essen kommt eine besondere Bedeutung zu, weil die Gastgeber elf Punkte hinter Kapellen als 16. auf einem Abstiegsplatz stehen. Für die Erftstädter also eine gute Gelegenheit, drei Punkte einzufahren, um zumindest den Abstand auf Bocholt auf Platz 15, der je nach Entwicklung in der NRW-Liga auch noch zu einem Abstiegsrang werden könnte, konstant zu halten. Allerdings verstärken sich die Essener aktuell gerne mit Spielern aus der eigenen Erstvertretung, die den Aufstieg in die Regionalliga schon sicher hat. Zuletzt gegen Rhede (4:4) und gegen Ratingen (0:2) war das allerdings nicht von großem Erfolg gekrönt.

(NGZ)