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Hanni Hüsch zurück aus Washington: "Neuss wird immer mein Zuhause bleiben"

ARD-Reporterin Hanni Hüsch : "Neuss wird immer mein Zuhause bleiben"

Jahrelang war die Neusserin Hanni Hüsch als ARD-Korrespondentin in Washington tätig. Jetzt wurde sie turnusmäßig abgelöst. Ihre wahre Heimat, sagt die 54-Jährige, liege aber ohnehin am Niederrhein.

Einen besseren Zeitpunkt für die Heimkehr nach vier Jahren USA nach Deutschland hätte es für Hanni Hüsch gar nicht geben können. Obwohl das Ziel der gerade abgelösten ARD-Korrespondentin mit Heimatsender NDR die Hansestadt Hamburg war, hatte sie den Rückflug über Düsseldorf gebucht. Und natürlich mit einem Besuch bei den Eltern in Neuss verbunden. "Und als ich überall die Wimpel und Fähnchen zum Schützenfest sah", erzählt sie lachend, "ging mir das Herz auf." Der Geruch von Zuckerwatte war da plötzlich in der Nase, der Gedanke an das Kirmesgeld, das es für die Kinder im hause Hüsch immer gab, "und sofort habe ich auch die Musik wieder gehört".

Vor vielen Jahren schon hat die heute 54-Jährige Neuss verlassen, hat als Fernsehjournalistin in London, Berlin oder Washington gearbeitet und dazwischen immer wieder einige Jahre in Hamburg gelebt. Eine lange Zeit also, und auch so verlaufen, wie sie es sich ausgesucht hat, aber wenn Hanni Hüsch nach ihrem Zuhause gefragt wird, ist die Antwort eindeutig: "Neuss!".

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Da steht ihr Elternhaus, da lebt die Familie mit Geschwistern und Nichten und Neffen, und da sind auch noch viele Freunde. "Und jeder freut sich, wenn ich komme", sagt sie, "was ich natürlich sehr genieße." Dass sie bei ihren Besuchen auch immer ein bisschen Gast ist, gibt sie sofort zu: "Natürlich bin ich nestflüchtig und deswegen immer nur zu Besuch da", sagt sie, aber das mindert nicht das Gefühl für Neuss als ihr Zuhause: "Und das wird auch so bleiben."

In Hamburg, so sagt sie, habe sie dieses Gefühl nie entwickelt, auch wenn sie dort viele Freunde habe und sich sehr wohl fühle. Und trotzdem denkt die Journalistin nicht unbedingt daran, eines Tages wieder ganz nach Neuss zu ziehen: "Die alten Fußstapfen passen wohl nicht mehr", glaubt sie, will aber grundsätzlich nichts ausschließen. Doch wo auch immer sie hingehen wird oder schon hingegangenen ist, steht für sie fest: "Ein Rheinländer bleibt immer eine Rheinländer!"

Wenngleich ihr der Abschied von Washington, wo das NDR-Team turnusgemäß von den WDR-Kollegen im ARD-Büro abgelöst wurde, schwer gefallen ist, weil sie mit Blick auf die Präsidenten-Wahl im November dort gerne "noch den Sack zugemacht hätte", freut sie sich auf eines: "Ich kann zum Schützenfest kommen." Zwei Jahre hatte sie dazu keine Gelegenheit, denn jedes Mal standen just Ende August in Amerika wichtige politische Termine an. Aber sie hat das Fest vermisst und genießt es jetzt doppelt: "Ich bin damit aufgewachsen und sozialisiert", sagt sie und lacht. Und freut sich, dass sie für die nächsten Jahre wieder ein Stück näher an Neuss, an ihr Elternhaus und die vielen Freunde von früher heranrückt.

(NGZ)