Remscheid: 550.000 Euro für Sanierung der Freiherr-vom-Stein-Schule

Finanzspritze in Remscheid : 550.000 Euro für Freiherr-vom-Stein-Schule

Der Kunst- und ein Gruppenraum der Freiherr-vom-Stein Grundschule werden aktuell provisorisch hergerichtet. Die komplette Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden ist für 2020 geplant. Der Rat bewilligte 550.000 Euro.

Es ist wohl das schönste Geschenk, das der Rat der Stadt Remscheid Lehrern, Eltern und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Freiherr-vom-Stein kurz vor Ferienbeginn machen konnte: In der letzten Ratssitzung vor der großen Sommerpause bewilligte das Gremium außerplanmäßige Mittel in Höhe von 550.000 Euro für die dringende Behebung von Feuchtigkeitsschäden.

Das sanierungsbedürftige Gebäude war immer wieder Thema in der Bezirksvertretung (BV) Lennep. Schäden im Mauerwerk sind der Grund für das Feuchtigkeitsproblem. Die Lokalpolitiker wollten sich ein Bild vor Ort machen. Zur Besichtigung kam es allerdings nicht. Denn: Insgesamt zwölf Balken in der Decke zwischen Erdgeschoss und erster Etage sind durch das Eindringen von Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum marode und müssen dringend ausgetauscht werden. Die Treppe zur ehemaligen Hausmeisterwohnung ist ebenfalls betroffen und wurde vorsorglich gesperrt.

Vorübergehend mussten zur Sicherheit auch der Kunst- sowie ein Gruppenraum im Frühjahr in dem Gebäude an der Hardtstraße 18 geschlossen werden. Gerade der Kunstraum wird aber von der Schule und dem Offenen Ganztag (OGS) dringend benötigt. Aktuell findet dort eine provisorische Sanierung statt, die garantieren soll, dass die Räume nach Ende der Ferien wieder nutzbar sind. Für den Austausch zweier maroder Balken konnte Thomas Judt, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, noch auf einen Restetat seines Fachdienstes in Höhe von 5.000 Euro zurückgreifen.

Damit ist die Maßnahme allerdings noch nicht abgeschlossen. Mit den bewilligten Mitteln sollen im nächsten Jahr weitere Renovierungsarbeiten finanziert werden. Neben dem Tausch der zehn weiteren maroden Dachbalken müssen auch die Fußböden erneuert sowie die Fassade ausgebessert werden. Diese erhält neben der Instandsetzung zusätzlich einen frischen Anstrich. Einige Teile der kunstvollen Verzierung waren bereits abgebrochen und heruntergefallen. Außerdem sei der Dachüberstand zu klein, erklärt Judt. Das begünstigte zusätzlich das Eindringen des Wassers ins Gemäuer. Deshalb soll er verlängert werden.

Eine Komplettsanierung des Daches hingegen sei nicht notwendig. Im Zuge der Maßnahme soll jedoch die Dämmung ausgetauscht werden. Die künstlichen Mineralfasern in der abgehängten Decke des ersten Obergeschosses sollen durch eine moderne Dämmung ersetzt werden. Die Treppe zur ehemaligen Hausmeisterwohnung wird ebenfalls Instand gesetzt.

Geplant ist, die Maßnahme ab April 2020 durchzuführen. Die betroffenen OGS-Gruppen und Klassen müssen dann temporär in aufgestellte Raummodule umziehen, um die Sanierung zügig abzuschließen zu können. Anvisiert sind als Bauzeit drei Monate.

Bezirksbürgermeister Markus Kötter (CDU) freute sich über die Bereitstellung des Geldes vom Rat. „Da zeigt sich, dass sich die Hartnäckigkeit der BV ausgezahlt hat“, betont er. Letztlich sei das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Jahrelang wurde die Instandhaltung des Gebäudes, genauso wie die des Hauptgebäudes, aufgrund der Haushaltsicherung der Stadt vernachlässigt. „Das Hauptgebäude hätte sicherlich noch einmal die gleiche Summe nötig“, sagte Kötter. An dem Thema wolle die BV dranbleiben.

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