Dormagen-Knechtsteden: Pflasterarbeiten wegen feuchter Basilika-Wand

Kloster Knechtsteden : Feuchtigkeit: Basilika muss saniert werden

Im südlichen Querschiff sind Feuchtigkeitsschäden offensichtlich. Noch vor Weihnachten wird für die notwendige Sanierung das Pflaster vor der Kirche aufgerissen. Der Förderverein zahlt die Arbeiten.

Noch vor Weihnachten wird das Pflaster vor der Basilika des Klosters Knechtsteden aufgerissen. Nötig sind die Arbeiten, um Feuchtigkeitsschäden zu beseitigen, die innen und außen an der Wand des südlichen Querschiffs der Basilika zu sehen sind – vor allem an der Innenwand. „Das sieht schlimm aus“, beschreibt Stephan Großsteinbeck, Vorstandsmitglied des Fördervereins für das Missionshaus Knechtsteden, die Schäden: „Von der feuchten Wand sind bereits bis in einer Höhe von etwa einem Meter Teile des Putzes abgeblättert.“

Nach Rücksprache mit der Verwaltung der Spiritaner im Kloster Knechtsteden hat der Förderverein unter dem Vorsitz von Hermann-Josef Lenz zugesagt, die Kosten der Sanierung zu übernehmen, auch wenn die Höhe noch nicht feststeht. „Das Missionshaus hat zugesagt, die Schadensursache zu erforschen“, so Großsteinbeck. Dafür muss jedoch das Pflaster angehoben werden, um den Zustand der Regenwasserrohre zu überprüfen. Denn die werden in erster Linie als Verursacher des Wasserschadens vermutet. „Dort, wo die Feuchtigkeit auftritt, laufen Regenrohre zusammen, vielleicht gibt es dort einen Schaden, der relativ einfach zu beheben sein wird“, hofft Großsteinbeck darauf, dass keine aufwendigen Arbeiten nötig sein werden.

Nicht nur an der Isolation und Beschaffenheit der Rohre soll etwas verbessert werden, auch am Gefälle des Basilika-Vorplatzes wird gearbeitet. „Unter dem Platz liegt der erste Prämonstratenser-Friedhof, so dass es immer wieder dazu kommt, dass der Boden nachsackt“, erläutert Großsteinbeck. So sei ein Gefälle auf die Basilika zu entstanden, das Regenwasser in die falsche Richtung lenkt: „Dort soll versucht werden, das Steinpflaster so anzuheben, dass das Wasser wieder Richtung Wald und nicht zur Kirche fließt.“ Auch für diese Arbeiten wird der Förderverein die Kosten übernehmen. Ob weitere Isolierungsarbeiten nötig sind, um eventuell die Fundamente zu stärken, steht noch nicht fest.

Eigentlich hatten die Verantwortlichen im Kloster Knechtsteden und beim Förderverein geglaubt, mit der Renovierung der Südseite der Basilika, bei der 2010/11 auch eine Feuchtigkeitssanierung erfolgte, sei vorerst die Restaurierung abgeschlossen. „Leider zeigt sich bereits seit einigen Monaten, dass dort die Wand feucht ist“, so Großsteinbeck.

Die Sanierung will der Förderverein für das Missionshaus Knechtsteden nicht nur finanziell begleiten: Jeden Samstag wird ab nächster Woche Maß genommen. „Der Förderverein misst ab Dezember die Feuchtigkeit an der Basilika-Wand“, erläutert Großsteinbeck, dass mit einem Kugelkopf-Messgerät an jedem Meter festgehalten wird, ob und wie sich die Feuchtigkeit durch die Arbeiten verringert. Da passt es gut, dass Mitglieder des Fördervereins jeden Samstag die alten Klosterwerkstätten in der Nähe der Basilika bevölkern und mit neuem Leben erfüllen.

Auch diese Arbeiten kommen einem weiteren Projekt des Klosters zugute. 2019 will das Missionshaus den Klosterfriedhof sanieren und neugestalten. Kaputte und unebene Wege sowie Treppen werden instandgesetzt, die Gräber einheitlich und pflegeleicht gestaltet. Dazu laufen die Planungsarbeiten. Auch diese Arbeiten, die rund 16.000 Euro kosten, bezahlt der Förderverein. „Wir beteiligen uns nicht nur finanziell, sondern auch durch praktische Mithilfe: Die Schlosser des samstäglichen Werkstattteams erstellen für die Friedhofstreppen einen Handlauf und ein Treppengeländer“, so Großsteinbeck.

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