Giorgio Simone eröffnet Eiscafe in Remscheid-Lennep

Eisdiele in Lennep : Giorgio Simone sorgt für Abkühlung

Mit dem eigenen Eiscafé in der Lenneper Altstadt erfüllt sich Giorgio Simone (29) den Traum der Selbstständigkeit.

Mit einem eigenen Eiscafé erfüllt sich Giorgio Simone (29) den Traum der Selbstständigkeit: Erfahrungen aus einer Gelateria bringt der gebürtige Lenneper zwar nicht mit, dafür Mut und Leidenschaft, um aus dem kleinen Café an der Kölner Straße 15 mit italienischem Charme und vielen hausgemachten Leckereien eine Wohlfühloase zu zaubern.

Ein wenig nervös ist Simone kurz vor der Eröffnung am heutigen Samstag doch, wenn er daran denkt, was ihm jetzt alles bevorsteht. Der gelernte Gebäudereiniger hat sich nahezu spontan dazu bereit erklärt, das seit drei Monaten geschlossene Eiscafé San Marco inmitten der Lenneper Altstadt zu übernehmen. Mutig, wenn man bedenkt, dass sich der Leerstand im Herzen der Röntgenstadt weiter ausbreitet. Zuletzt gab die Bäckerei Beckmann das Ladenlokal an der Wetterauer Straße auf, um an der Alten Kölner Straße im Rewe-Supermarkt eine neue, zentralere Filiale zu eröffnen.

Doch Giorgio Simone glaubt an die Altstadt. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen und finde die Altstadt einfach wunderschön.“ Außerdem brauche die Altstadt seiner Meinung nach ein eigenes Eiscafé. „Die nächste Eisdiele ist am Kreishaus. Wenn Besucher hier vorbeikommen, haben sie vermutlich keine Lust, für ein Eis die Altstadt zu verlassen.“ Der Bau des Designer Outlet Centers (DOC) stimme ihn sogar sehr positiv, dass das Geschäft mit süßem Speiseeis, Kaffee und italienischem Gebäck gut funktionieren könnte.

Als Quereinsteiger, gibt Simone offen zu, müsse er sich noch ins Geschäft einfinden. Derzeit lerne er, wie die Eisproduktion funktioniert. Die Unterstützung seiner Familie ist ihm sicher. Sie steuern Familienrezepte für leckeres Tiramisu und süße italienische Teilchen bei. „In meinem Umfeld haben alle sehr positiv darauf reagiert, dass ich jetzt die Eisdiele führe.“

Angst empfinde er nur, wenn er lange darüber nachdenke, was alles schiefgehen könnte. Doch sein Credo, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, halte den zielstrebigen jungen Mann auf Kurs. „Mir war schon immer klar, dass ich mein eigenes Ding machen wollte. Dass es ein Eiscafé werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber warum nicht? Es hat sich angeboten, und ich versuche es jetzt.“

Für den Moment will er den bisherigen Namen des Eiscafés „San Marco“ beibehalten. Auch die Inneneinrichtung des Vorbesitzers hat er übernommen. Änderungen hat er vorgesehen, nicht nur optische. Im Gegensatz zum vorherigen Besitzer will Simone nicht nur über die Sommermonate öffnen, sondern als Café ganzjährig für seine Kunden da sein. „Wir wollen auch Frühstück anbieten, selbstgemachtes Tiramisu und Gebäck. Kaffee und Eis wird es natürlich auch geben.“

Öffnungszeiten Dienstags bis freitags, 9 bis 19 Uhr. Samstags und sonntags 9 bis 20 Uhr.

Mehr von RP ONLINE