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Neues BZI in Remscheid startklar für den Lehrbetrieb

Im Zeitplan : Neues BZI in Remscheid startklar für den Lehrbetrieb

Ein kleiner Asphaltweg führt zur neuen Halle des Berufsbildungszentrums (BZI). Die Einrichtung der Lehrwerkstatt macht jeden Tag Fortschritte. Am 3. August kommen die Auszubildenden das erste Mal.

„Wir sind im Zeitplan“, sagt Alexander Lampe, einer der beiden Geschäftsführer des BZI. Das eine oder andere müsse sicherlich noch nachgearbeitet werden, aber der Lehrbetrieb könne beginnen. Erwartet werden 180 Auszubildende. Das entspreche in etwa der Auslastung in den vorigen Jahren. Der eine oder andere Platz sei aber noch frei. Höher als erwartet lag die Zahl der Bewerbungen für einen Vorbereitungskurs. Bei diesen Kursen lernen die Teilnehmer die technischen und schulischen Fähigkeiten, um im Anschluss in der Lage zu sein, eine Ausbildung zum Beispiel als Elektroniker erfolgreich zu bestehen. Alle zwölf Plätze sind besetzt, sagt Lampe. Mit dem Neubau will das BZI seinen Anspruch untermauern, der erste Ansprechpartner für die Metall- und Elektroindustrie in der Region zu sein.

Auf dem Grundstück an der Wüstenhagener Straße entsteht ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Front von 90 Metern Länge und 5500 Quadratmetern Fläche. Das Projekt mit einem Volumen von 15,3 Millionen Euro war für die Weiterentwicklung des BZI unumgänglich. Mit einer Auslastung von 125 Prozent im Jahr 2017 war das BZI als Ausbildungsort für technische Fachkräfte gefragter denn je. Zwischenzeitlich musste in angemieteten Containern unterrichtet werden. Ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden sollte. Deshalb haben sich die Gesellschafter für eine Erweiterung entschieden. Fördergelder vom Bund haben die Investition möglich gemacht. Zu den Gesellschaftern gehören der Verband der Arbeitgeber Remscheid und die bergische Industrie und Handelskammer. Laut Lampe werde der Bau teurer als geplant, die Finanzierung stehe aber.

Geschäftsführer Alexander Lampe (links) vor dem neuen Eingang zum BZI. Foto: Christian Peiseler

Das BZI hat bei 190 Unternehmern nachgefragt, was sie in Zukunft von der Dualen Ausbildung erwarten. Tenor: Die praktische Ausbildung sei weiter sinnvoll, gefordert werde auch die Erweiterung des digitalen Lernens. Laut Lampe habe die Coronakrise gezeigt, dass der Ausbau der Digitalisierung schneller möglich sei als man sich das früher vorgestellt habe. Aus technischer Sicht wird das neue BZI zu den Lehrwerkstätten gehören, die am modernsten ausgestattet sind. So bekommt die Schweißabteilung mehr Platz. Lampe will künftig mehr Schweißerprüfungen ins Programm nehmen. Das alte Handwerk werde aber nicht vernachlässigt. Ein Sägenrichter gibt im neuen Schuljahr seine Erfahrungen weiter.