Fußball: Vom Sorgenkind zum Luxusproblem

Fußball : Vom Sorgenkind zum Luxusproblem

Björn Rohpeter ist der Kopf der Viererkette. Sie steht. Aber vielleicht wird sie am Sonntag gegen Sonsbeck gesprengt.

Ursprünglich hatte er gestandene Männer an seiner Seite. Neben ihm spielte der 27 Jahre alte Kapitän Patrick Fiedorra, rechts der 32 Jahre alte Routinier Christoph Hub, links der 22 Jahre alte, ehrgeizige Stefan Prengel. Die drei fehlen seit Wochen verletzungsbedingt: Fiedorra mit einem Bandscheibenvorfall, Hub mit Muskelfaserriss und Prengel mit einer Leistenzerrung. Seitdem fungiert Björn Rohpeter als Chef eines Talentschuppens.

Der Ausfall der drei Stammspieler in der Viererkette hatte Trainer Alfonso del Cueto einige Tage Kopfschmerzen bereitet. Aber dann fand er eine Lösung, indem er Tim Kloster und Sascha Meier zurückzog und Dennis Ter Haar brachte. Während Vize-Kapitän Meier mit 32 Jahren über Erfahrung verfügt, sind der 19-jährige Kloster und der 20-jährige Ter Haar nicht nur blutjung, sondern sie verfügen auch über keinerlei Oberligaerfahrung.

Björn Rohpeter war mit seiner ruhigen, souveränen Art in der Zentrale der Garant, der die Abwehr zusammengehalten hat. In den letzten drei Spielen kassierte die Dumeklemmerelf nur ein einziges Gegentor. Aber nicht nur deshalb ist Alfonso del Cueto voll des Lobes: "Rohpeter ist ein guter Typ, ruhig, klar im Kopf. Er macht seinen Job hundertprozentig, auch im Training. Und er fehlt nie. Von diesem Typ hätte ich gerne fünf in der Mannschaft. Je älter er wird, desto besser wird er."

Mit seiner ruhigen Art hat er die jungen Spieler geführt und die Viererkette zu einem Luxusproblem gemacht. Als Erster hat sich jetzt Stefan Prengel wieder zurückgemeldet. Er könnte am Sonntag gegen Sonsbeck spielen. Wird er auch spielen? "Das weiß ich noch nicht", sagt Alfonso del Cueto, der deutlich sagt: "Die Defensive hat mir gefallen. Die Offensive hat mir nicht gefallen." Mit Ülker als Spitze sowie Rehag, Hecht und Celebi. "Die vier haben die Rückwärtsbewegung nicht erfunden." Da könnte es glatt sein, dass er Sascha Meier wieder vorzieht. Die Ratinger versprechen auch gegen Sonsbeck wieder Offensivfußball. "Wir wollen gewinnen und wieder auf Platz zwei vorrücken", sagt der Coach, der allerdings weiß, dass es die beiden einzigen Niederlagen daheim gab. "Die sechs Punkte fehlen uns."

(RP/ac)
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