Lokalsport: TuS will Negativ-Serie beenden

Lokalsport: TuS will Negativ-Serie beenden

Nach sechs Niederlagen hofft der Handball-Oberligist auf ein Wunder.

Nichts auf dieser Welt würde dem geschundenen TuS Lintorf jetzt mehr helfen als endlich wieder ein Oberliga-Sieg. Die letzten sechs Spiele gingen alle verloren mit dem Resultat: Tabellenende, klar abgeschlagen. Der Abstieg sollte besiegelt sein, denn wer jetzt noch an den Oberliga-Erhalt glaubt, der verdient eine Ehrenmedaille.

Am Samstag kommt Mettmann Sport an den Breitscheider Weg (18 Uhr). Die Gäste, im Hinspiel 31:25 siegreich, bauen immer noch auf ihr bewährtes Trainer-Team mit Jürgen Tiedermann als Chef und dem stets lautstarken Markus Flieter als Assistenten, sie führten das Team zuletzt zu vier Siegen und nun Platz acht, da entsteht keine Gefahr mehr. Die neue Oberliga-Spielzeit in der Nachbarstadt kann geplant werden.

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Und beim TuS 08 kommt nun eine weitere Hiobsbotschaft dazu. Andreas Kropp, der gegenwärtig effektivste Spieler, hinten wie vorne, zog sich in Aldekerk einen Bänderriss im Fuß zu und muss pausieren. "Aber ich sitze gegen Mettmann mit auf der Bank", sagt der 21-Jährige. "Dort kann ich wenigstens etwas helfen. Und dann, so hoffe ich, dass ich in zwei Wochen wieder mitspielen darf." Solch ehrgeizige Handballer-Typen hat nicht jeder Verein. Und Furcht vor Mettmann ist ihm ebenfalls fremd: "Gegen die Mettmanner sind uns schon richtig gute Spiele gelungen. Warum sollte es am Samstag anders laufen?"

Immerhin hat Rückraumspieler Janis Löwenstein, der in Aldekerk fehlte (Grippe), das Training wieder aufgenommen. "So richtig fit fühle ich mich noch nicht", sagt der 22-jährige Wuppertaler. "Aber Jammern nutzt überhaupt nichts. Im Hinspiel haben wir lange Zeit vorne gelegen. Jetzt müssen wir das 60 Minuten lang schaffen." Er ist beruflich am Breitscheider Weg im TuS-fit angestellt und leistet dort vor allem im Bereich der Gymnastik-Gruppen vorzügliche Arbeit. Linkshänder Christoph Lesch ist wieder dabei, es fehlt aber der beruflich verhinderte Tim Bauerfeld. Und Trainer Kalle Töpfer, der seine Erkältung auch endlich in den Griff bekommt: "Es gibt keinen Druck mehr, alle haben uns längst abgeschrieben." Und wenn gegen Mettmann der zweite Saisonsieg gelingt? "Dann wird umgehend neu gerechnet", verspricht Töpfer.

(w-m)