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Bücherei will mehr Aufenthaltsqualität bieten

Team ist komplett : Bücherei will mehr Aufenthaltsqualität bieten

Mehr Personal sorgt bei der Stadtbücherei nun für verlässlichere Öffnungszeiten und ein größeres Veranstaltungs-Angebot.

Erstmals keine Sommerpause gab es in diesem Jahr für die Stadtbücherei. Endlich Zeit und Kapazitäten für ein Angebot, das die Mitarbeiterinnen der Einrichtung schon länger im Visier hatten: Den Sommerleseclub, kurz SLC. Hier bildeten sich kleine Teams, entweder aus Freunden oder Familienmitgliedern, für die jedes gelesene Buch zählte und Kreativität gefragt war.

Insgesamt 954 Bücher wurden im Rahmen dieser Premiere bei der Stadtbücherei über den Sommer ausgeliehen, inklusive Verlängerungen waren das sogar 1374 offizielle Entleihungen im Rahmen des Sommerleseclubs. Gefördert wird der SLC durch das NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft. „Es waren auch Kinder dabei, die die Bücherei vorher noch nicht genutzt haben. Wir hoffen, dass die Teilnehmer ihren Spaß am Lesen und ihre Fantasie behalten und unser Angebot weiter nutzen“, so Organisatorin Yvonne Klebsch.

Sie und Kollegin Laura Schröder ergänzen seit letztem Jahr das Team der Stadtbücherei um Leiterin Andrea Einig, das zuvor mit Personalengpässen zu kämpfen hatte. „Während dieser Zeit, waren trotz aller Bemühungen, den Service für die Nutzer möglichst unverändert aufrecht zu erhalten, außerplanmäßige Schließungszeiten an vereinzelten Samstagen nicht zu vermeiden“, heißt es im nun erschienen Jahresbericht 2018. Durch die beiden neuen Fachkräfte habe sich die Situation aber nun entspannt, so dass 2018 – nach dem Umzug im Vorjahr – auch die Zahl der Jahresöffnungsstunden wieder auf 926 angestiegen ist. (2017 waren das 910, 2016 waren es 966 Stunden).

Es bleibt auch mehr Zeit, die im Bibliothekskonzept erarbeiteten Veranstaltungsformate endlich umsetzen zu können. Der Fokus der Veranstaltungen liegt voranging auf Angeboten für Kinder und Jugendliche. Dazu gehören die „Lesemäuse“, eine literarische Krabbelgruppe für Kinder von zehn bis zwölf Monaten. Das Angebot sei auf so großes Interesse gestoßen, dass kurzerhand eine zweite Gruppe für Tagesmütter angeboten werden konnte. Ein weiterer Schwerpunkt in der aktuellen Bibliotheksarbeit sei die Schaffung von Aufenthaltsqualität in den Räumen selbst. Die sei durch die Schaffung von Sitzecken mit teilweiser neuer Möblierung und auch durch Möbel auf der Terrasse gelungen. Außerdem gibt es nun WLAN.

Stöbern konnte man 2018 durch einen Bestand von 29.000 Medien, der lag 2017 noch bei 29.702. Nicht nur Bücher, sondern auch Filme, Hörbücher oder Spiele. Am neuen Standort im Thormählen-Bildungshaus an der Ketwiger Straße habe sich das Team gut eingelebt: „Die Bücherei hat sich zu einem attraktiven Treffpunkt für alle Generationen entwickelt. Das ansprechende Angebot wird gerne angenommen und erfreut sich großer Beliebtheit“, heißt es dazu im Jahresbericht. Die Reaktionen auf den Standortwechsel seien nahezu durchweg positiv.

Das schlägt auch in der Zahl der Entleihungen durch: Waren es im Umzugsjahr 2017 noch 89.313 Entleihungen so waren es im letzten Jahr schon 90.826. (2016 konnte man 96.514 Entleihungen verbuchen).