Radevormwald: So kam der Herbstmarkt bei den Besuchern an

Premiere in Radevormwald : So kam der Herbstmarkt bei den Besuchern an

(trei) Orange Kürbisse, saftige Äpfel und der Duft nach frisch geräuchertem Fisch – der Herbstmarkt sprach am Wochenende alle Sinne an. Zu der diesjährigen Pflaumenkirmes gehörte Samstag und Sonntag nämlich zum ersten mal ein umfangreicher Herbstmarkt, der auf der Hohenfuhrstraße von 25 Händlern gestaltet wurde.

Er erweiterte die Kirmes und lockte die Besucher in die Innenstadt, die normalerweise nicht über die Kirmes flanieren.

Organisiert wurde der Markt von Georg Ott, der auf dem Gebiet der Frühlings- und Herbstmärkte erfahren ist. Der Geschäftsführer des Veranstaltungsservice Ott aus Langenfeld findet Radevormwald als Standort für einen Herbstmarkt interessant. „Hier wohnen die Menschen, die sich für die Thematik rund ums Haus interessieren, weil sie selber ein Haus oder einen Garten haben. Es gibt heute also Pflanzen, kleine Wohnaccessoires, frisches Gemüse und ein bisschen Schmuck zu kaufen. Das ist eine bunte Mischung, die aber in ein Konzept passt“, sagt er.

Die Kombination aus Herbstmarkt und Kirmes ist die Herausforderung, der er sich in Radevormwald gestellt hat. „Man muss einfach mal schauen, wie es funktioniert“, sagt Georg Ott. Die Öffnungszeiten des Marktes wird er in Zukunft anders gestalten, denn obwohl die Händler schon um 11 Uhr mit ihrem Aufbau fertig waren, kamen die Menschen erst am späten Nachmittag.

„Heute Vormittag lief das alles sehr schleppend“, sagt Händlerin Gesine Heinrichs, die auf dem Herbstmarkt Schmuck verkaufte. Sie war als Händlerin noch nie in Radevormwald unterwegs und will der Kleinstadt eine Chance geben. „Die Kulisse ist hier wirklich sehr schön, aber die Leute müssen auch mitziehen. Etwas voller könnte es schon sein.“

Einen ähnlichen Eindruck hatte Wilfried Friedrichs. Er ist einer der letzten echten Drechsler aus Leverkusen und verkaufte seine Holzarbeiten auf dem Herbstmarkt. „Das ist alte Handarbeit, die aufmerksame Kunden braucht“, sagt der 76-Jährige. Vor Ort arbeitete er an seiner Drechselmaschine und präsentierte traditionelle Handarbeit.

Unter der Leitung von Georg Ott ist es auch gelungen, die Händler des Feierabendmarktes in den Herbstmarkt zu integrieren. „Das ist eine gute Möglichkeit, um den Händlern die Chance zu geben sich noch besser bei ihren Kunden vorzustellen. Der Markt profitiert natürlich auch von dem großen Angebot an frischen und ungewöhnlichen Speisen“, sagt der Marktexperte. Michaela Freitag von der WfG zog am Sonntagmittag auch ein erstes Fazit für den Herbstmarkt. „Ich glaube das ist ein Konzept, an dem wir festhalten können.“

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