Radevormwald: Die Zugehörigkeit untereinander stärken

Radevormwald : Die Zugehörigkeit untereinander stärken

Das Motto "Unter Gottes Schirm haben alle Platz" zog sich wie ein roter Faden durch das vielseitige Programm des Gemeindefestes der lutherischen Kirche am Pfingstsonntag, das mit der Unterstützung zahlreicher Vereine gestaltet wurde.

Das ganztägige Programm war auf Inklusion, also das Akzeptieren jeder Individualität und die uneingeschränkte Teilnahme an jeglichen Aktionen, ausgerichtet.

An Pfingstsonntag kamen junge Menschen mit alten Menschen, und gesunde mit behinderten Menschen zusammen. Das ging über Integration hinaus. "Integration bedeutet Duldung, Inklusion ist Zugehörigkeit." Dieses Zitat des Erziehungswissenschaftlers Dieter Katzenbach hing mehrfach im Wartburghaus aus. Frisch zubereiteter Fisch, Tapas, geräucherte Forelle, Matjesbrötchen, Tomatensuppe, Currywurst und süßer Leckereien, wie Waffeln und verschiedene Torten, füllten die Bäuche der vielen Besucher, die den Pfingstsonntag nutzten, um an dem großen Gemeindefest teilzunehmen und Bekannte zu treffen.

Im Wartburghaus und der lutherischen Kirche war aber nicht nur das kulinarische Angebot vielseitig und abwechslungsreich. Von 11 bis 18 Uhr spielten in den zwei Standorten sieben verschiedene Bands und Musiker kleine Konzerte. Präsentiert wurden den Zuhörern unterschiedliche Genres und Stilrichtungen. Die Schule für Musik aus Lennep brachte das Ensemble "Druschba" nach Radevormwald. Ebenfalls aus Lennep kommt die Band "Lennys". Mit von der Partie waren auch musikalische Größen aus Radevormwald, die weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind. Bert Fastenrath, Leiter der Musikschule Radevormwald und bekannter Jazzmusiker, spielte zusammen mit seinem Schüler und Nachwuchstalent Philipp Humburg in der Kirche. "The Hongs" haben gerade ihr erstes Album aufgenommen.

Mit einer Mischung aus Funk, Jazz und Rock konnten sie auch am Pfingstsonntag begeistern. Der Reggeamusiker Chris Toppa und die Musikerinnen Stella und Svenja, die Singer-Songwriter-Hits auf ihre ganze eigene Art und Weise interpretierten, rundeten das Musikprogramm ab. Die Aktionen der Lutheraner waren auf die ganze Familie abgestimmt. Die kleinen Besucher erfreuten sich unter anderem besonders an der Torwand, dem Tastparcours und der Bastel — und Gestaltungsstation, dem Dosenwerfen und dem Pony — und therapeutischen Reiten.

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Die Kunst des Zusammenlebens von sehr verschiedenen Menschen stand im Mittelpunkt. "Das Fest ist durch die Zusammenarbeit vieler Vereine aus der ganzen Region entstanden. "Wir wollen mit den Einnahmen eine Maßnahme wählen, die wir unmittelbar umsetzen können", sagte Pfarrer Buttchereyt.

(RP)
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