Radevormwald: Gira-Azubis übernehmen Verantwortung

Radevormwald : Gira-Azubis übernehmen Verantwortung

20 Auszubildende von Rades größtem Arbeitgeber berichteten gestern über die Aktionen des Unternehmens zum Ausbildungstag am 29. Juni. Erstmals gibt es einen Technik-Rundgang und einen für kaufmännisch Interessierte.

Die Vorbereitung eines Tages, an dem Gira seine Ausbildung vorstellt. Das ist eine der Aufgaben, denen sich die Auszubildenden des mittelständischen Unternehmens der Elektroindustrie mit mehr als 1000 Mitarbeitern seit einigen Jahren stellen. Steffen Bäcker, im zweiten Ausbildungsjahr zum Kaufmann bei Gira nennt das Prinzip: "Auszubildende bei Gira übernehmen schnell Verantwortung." In diesem Jahr trägt er zusammen mit Kai Kleist (ebenfalls zweites Lehrjahr) die Gesamtverantwortung.

Gestern präsentierte er zusammen mit Cedric Kanschat (erstes Lehrjahr) Lehrern aus Schulen verschiedener Städte das Unternehmen und die Aktionen für den 29. Juni. "Wir werden erstmals zwei verschiedene Rundgänge anbieten, einen für technisch interessierte und einen für kaufmännisch interessierte Besucher", sagte er. Man reagiere damit auf Kritik vorheriger Veranstaltungen. Da hatten Besucher berichtet, ihnen wäre der Rundgang zu lang gewesen. Damit aber Besucher, die sich umfangreich informieren wollen, ebenfalls auf ihre Kosten kommen, besteht die Möglichkeit, beide Touren zu kombinieren.

Für den Tag haben alle Auszubildenden die Aufgabe, einen bestimmten Bereich zu zeigen. "Die Industriekaufleute vertreten die Bereiche vom Einkauf bis zur EDV, die gewerblichen Azubis stellen Maschinen, Produktionsstraßen oder einzelne Werkzeuge vor", sagt Cedric Kanschat.

Die Präsentationen bereiten die Auszubildenden mit ihren Ausbildern Kerstin Höninger (Kaufmännisch) und Guido Zimmermann (Technik) vor. Gira fährt seit einigen Jahren zweigleisig, in dem nicht nur Lehren angeboten werden, sondern auch die Kombination von Ausbildung und Studium. Derzeit bildet Gira an der Dahlienstraße Industrie- und Informatikkaufleute aus sowie Mechatroniker, Werkzeugmechaniker oder Fachkräfte für Lagerlogistik. Studiengänge sind möglich in den Bereichen Maschinenbau, Kunststofftechnik und Elektrotechnik. Stolz sind die Auszubildenden, dass es in ihrem Unternehmen für "eigene Leute" sehr gute Aufstiegschancen gibt und die Auszubildenden parallel zu ihrer fachlichen Entwicklung auch in der Allgemeinbildung gefördert werden. Der Technikführerschein, Werks- und Englischunterricht gehören zum Stundenplan. "Zu den Fortbildungsangeboten für uns als Auszubildende gehören neben dem Zeitmanagement und Arbeitsorganisation auch die richtige Kommunikation und ein Konfliktmanagement", sagt Steffen Bäcker.

Für die Lehrer ist es wichtig, den Kontakt zu Unternehmen zu halten, die zahlreich ausbilden. Dazu gehört auch Susanne Braune, Sozialarbeiterin an der Geschwister-Scholl-Schule, die sich seit vielen Jahren um den Übergang von der Schule zum Beruf und dabei möglichst in einen Ausbildungsberuf kümmert. Sie sieht die Chancen für Schüler, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, angesichts der demografischen Entwicklung zumindest nicht schlechter als im vergangenen Jahr. Für alle Jugendlichen problematisch ist dabei in diesem Jahr der doppelte Abiturjahrgang.

Steffen Bäcker präsentierte nach dem Unternehmensrundgang einzelne Stationen des Ausbildungstages bei Gira. Gezeigt wird unter anderem, wie eine Werbeunterlage für Gira-Produkte entsteht.

(RP/ac)
Mehr von RP ONLINE