Der Trägerverein „aktiv55plus“ informierte auf dem Radevormwalder Marktplatz.

Angebot für Senioren in Rade : Viele Fragen an „aktiv55plus“

Nach 13 Jahren ist der Trägerverein ein fester Bestandteil des Lebens in Radevormwald. Das Programm erweitert sich jährlich.

Einmal im Monat informieren die Mitarbeiter des Trägervereins „aktiv55plus“ über ihre Angebote auf dem Marktplatz und stoßen dabei immer wieder auf neue Fragen und Menschen, die nicht genau wissen, was es mit dem Verein auf sich hat. „Mittlerweile sind wir ganz gut bekannt, aber Einzelfälle zeigen, dass es immer noch Gesprächs- und Informationsbedarf gibt“, sagt Wilfried Knuf, der sich ehrenamtlich für den Trägerverein und insbesondere für die Hilfsbörse einsetzt. Ihm sind am Samstag mehrere Senioren begegnet, die ein Anliegen hatten. „Einer hat ein Fahrrad abzugeben und einer möchte zum nächsten Reparaturtreff kommen“, sagt er. Wilfried Knuf betreut beide Angebote des Trägervereins und hat die Erfahrung gemacht, dass über die Hilfsbörse besonders viele Kontakte entstehen und Hilfe geleistet wird. „Wir haben Menschen, die auf Hunde aufpassen oder beim Einkaufen helfen. Die Angebote sind vielfältig.“

Kerstin Scheffer, eine der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Trägervereins, macht auf dem Marktplatz immer wieder die Erfahrung, dass Senioren den ersten Kontakt mit „aktiv55plus“ scheuen. „Sie wissen nicht, ob wir für ihre Probleme zuständig sind, ob wir helfen können und ob wir Zeit haben. Nach den ersten Gesprächen löst sich das meistens auf“, sagt sie. Sie ermutigt Senioren bei ersten Problemen oder Fragen, zum Beispiel zu Pflegegraden, direkt auf die Mitarbeiter des Vereins zuzukommen. Wenn Probleme nicht direkt gelöst und Fragen nicht unmittelbar beantwortet werden können, vermittelt der Verein. „Wir sind eine Schnittstelle und Kommunikator. Wir sind sehr gut vernetzt und können, sofern wir selber nicht Hilfe leisten, an den richtigen Ansprechpartner vermitteln.“

Kerstin Scheffer findet besonders die aktivierenden Hausbesuche effizient. Senioren können diese Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie den Anschluss verpasst haben, sich einsam fühlen und ihr Leben neu gestalten wollen. „Meine Kollegen und ich nehmen uns dann richtig Zeit. Wir gehen mit den Senioren zusammen den Netzwerkkalender durch, den wir herausgeben, weisen sie auf Angebote hin und aktivieren sie wieder, wie der Name schon sagt.“

Nach 13 Jahren ist der Trägerverein ein fester Bestandteil des Lebens in Radevormwald und das Programm erweitert sich jährlich. Gut angenommen wird zu Zeit die Handysprechstunde, bei der Smartphones erklärt und richtig eingestellt werden. Ende des Monats kommen drei Azubis in das Haus Hürxthal am Schlossmacherplatz, um ihr Wissen mit den Senioren zu teilen. „Moderne Technik ist immer noch eine große Herausforderungen für ältere Menschen. Bei den Handysprechstunde ist deswegen meistens sehr viel los“, sagt Scheffer.

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